"Das darf ja wohl nicht wahr sein" Experte zeigt aktuelle Wettervorhersage bis Ostersonntag!

Der Frühling gerät ins Stocken: Kalte Luft aus dem Norden flutet Deutschland. Bleibt es eisig bis Ostern oder kommt die Trendwende doch noch rechtzeitig?
Der Frühling fühlt sich derzeit alles andere als mild an. Statt steigender Temperaturen erleben wir eine Serie von Kaltlufttrögen, die immer wieder nach Mitteleuropa vorstoßen. Ursache ist eine blockierte Wetterlage über dem Atlantik, die den Jetstream nach Süden zwingt. Dadurch wird fortlaufend kalte Luft aus Regionen rund um Island und Grönland nach Deutschland gelenkt.
Diese Luftmassen sind für Ende März und Anfang April deutlich zu kalt und sorgen für einen stagnierenden Frühling. Solche Muster sind zwar bekannt, aber in dieser Hartnäckigkeit ungewöhnlich.
Warum es einfach nicht wärmer wird
Normalerweise etabliert sich im Frühling zunehmend eine westliche Strömung mit milder Atlantikluft. Doch aktuell verhindert ein stabiles Hoch westlich von Europa genau diese Entwicklung. Stattdessen bleibt die Tür für polare Luft weit offen. Jeder neue Trog bringt frische Schübe kalter Luft, wodurch sich die Atmosphäre kaum erholen kann. Besonders auffällig ist die fehlende nachhaltige Erwärmung zwischen den einzelnen Kaltphasen. Selbst sonnige Tage fühlen sich kühl an, da die Luftmasse insgesamt unterdurchschnittlich temperiert bleibt.
Droht wirklich Dauerkälte bis Ostern?
Die entscheidende Frage lautet: Bleibt das so bis Ostern? Die aktuellen Prognosen sprechen tatsächlich dafür, dass sich die Lage nur langsam entspannt. Eine stabile Warmphase ist bis dahin eher unwahrscheinlich. Stattdessen bleibt es wechselhaft mit wiederholten Rückfällen in kühlere Luft. Die Wahrscheinlichkeit für eine insgesamt zu kalte Witterung bis Ostern liegt bei etwa 60 bis 70 Prozent. Dennoch ist wichtig: Die Sonne gewinnt an Kraft, sodass sich extreme Winterbedingungen kaum halten können. Dauerfrost ist sehr unwahrscheinlich, selbst bei Kaltluftzufuhr.

Kommt zu Ostern der nächste Kälteschock?
Ein weiterer markanter Kaltluftvorstoß genau rund um Ostern ist aus heutiger Sicht durchaus möglich, aber noch nicht sicher. Einige Modelle zeigen erneut einen kräftigen Trog über Mitteleuropa, der Temperaturen nochmals drücken könnte. Das würde besonders nachts zu Bodenfrost und lokal sogar Schneeschauern führen. Allerdings ist die Unsicherheit noch hoch, da kleine Verschiebungen im Strömungsmuster große Auswirkungen haben. Klar ist aber: Ein frühlingshaft stabiles Hochdruckwetter ist derzeit nicht in Sicht.
Woher kommt die ganze Kälte überhaupt?
Die aktuell dominierenden Luftmassen stammen überwiegend aus dem Nordatlantik und dem Bereich nahe Grönland. Diese sogenannte polare Meeresluft ist feucht, labil und vergleichsweise kalt. Sie gelangt durch die spezielle Druckverteilung direkt nach Mitteleuropa. In Kombination mit der noch relativ kühlen Erdoberfläche verstärkt sich der Effekt zusätzlich. Dass solche Luftmassen im Frühling auftreten, ist nicht ungewöhnlich – die Dauer und Häufigkeit in diesem Jahr sind jedoch auffällig.
Wie wahrscheinlich sind weiße Ostern?
Die Chancen auf Schnee zu Ostern bleiben insgesamt gering, aber nicht ausgeschlossen. Aktuell liegen die Wahrscheinlichkeiten bei etwa: Berlin 10 %, Hamburg 20 %, München 30 %, Köln 10 %, Frankfurt 10 %. Besonders im Süden und in höheren Lagen sind kurze Schneefälle möglich. Allerdings handelt es sich meist um vorübergehende Ereignisse ohne nachhaltige Schneedecke. Ein flächendeckend weißes Osterfest in den großen Städten ist daher sehr unwahrscheinlich, auch wenn einzelne winterliche Überraschungen durchaus im Bereich des Möglichen liegen.