"Das ist viel zu früh" Meteorologe ist von der aktuellen Entwicklung überrascht: Luft- und Bodenfrost Anfang Oktober!

Der Oktober startet sonnig, aber ungewöhnlich kalt. Frost in Luft- und Bodennähe droht bereits in der kommenden Nacht. Pflanzen brauchen dringend Schutz.
Der Oktober präsentiert sich zunächst von seiner freundlichen Seite: tagsüber viel Sonne, klare Luft und vielfach blauer Himmel. Doch der scheinbar harmlose Wetterstart hat eine frostige Kehrseite. Schon in den ersten Nächten dieses Monats wird es ungewöhnlich kalt – teils kälter als zu dieser Jahreszeit üblich. Unter klarem Himmel und bei kaum Wind kühlt es nach Sonnenuntergang rasant ab. Die Luft verliert ihre gespeicherte Wärme, sodass in einigen Regionen Temperaturen um den Gefrierpunkt oder sogar leicht darunter möglich sind. Besonders in Tal- und Muldenlagen kann es empfindlich kalt werden. Damit rückt Luftfrost in greifbare Nähe, was für Anfang Oktober bemerkenswert ist.
Pflanzen in akuter Gefahr
Mit dem Kälteeinbruch steht nicht nur uns eine frische Nacht bevor – auch die Gärten geraten unter Druck. In vielen Landesteilen wird es Bodenfrost geben, der für empfindliche Pflanzen problematisch werden kann. Wer Balkon- oder Gartenblumen draußen stehen lässt, riskiert Schäden oder gar das Absterben. Besonders betroffen ist die Landesmitte sowie der Osten, wo die nächtliche Abkühlung besonders stark ausfällt. Gartenbesitzer sollten deshalb rechtzeitig reagieren, Kübelpflanzen an einen geschützten Ort bringen oder mit Vlies und Folie abdecken. Selbst kurzzeitiger Frost kann für Sommerblumen oder Kräuter fatal sein.

Trüber Start, sonniger Verlauf
Der Donnerstag beginnt im Osten und Südosten grau, neblig und stellenweise feucht. Hochnebel kann sich hartnäckig halten und nur zögerlich auflösen. In einigen Gebieten fällt sogar leichter Sprühregen. Im Tagesverlauf verbessert sich die Wetterlage jedoch. Besonders am Nachmittag lockert es auf, und die Sonne gewinnt mehr Raum. Im Westen und in der Landesmitte zeigt sich der Tag dagegen von Beginn an sonnig und freundlich. Die Temperaturspanne ist deutlich spürbar: Im Nebelgrau und in höheren Lagen werden 9 bis 14 Grad erreicht, während es bei Sonnenschein 14 bis 18 Grad warm wird. Der Wind bleibt überwiegend schwach bis mäßig, im Südwesten sowie an der Nordsee kann er aber böig aus Nordost bis Ost auffrischen.
Neue Frostnacht in Sicht
Auch die Nacht zum Freitag bringt keine Entwarnung. Während im Westen allmählich Wolkenfelder durchziehen, bleibt es im größten Teil des Landes klar und ruhig. In der Osthälfte bilden sich erneut Nebel- und Hochnebelfelder. Die Temperaturen sinken vielerorts deutlich: Im Westen liegen die Tiefstwerte zwischen 5 und 9 Grad, an der Küste um 10 Grad. Im Binnenland hingegen sind 4 bis -2 Grad möglich. In Bodennähe tritt erneut verbreitet Frost auf, wodurch die Frostgefahr bestehen bleibt. Wer seine Pflanzen schützen möchte, sollte auch die kommenden Nächte wachsam sein.
Der Oktober zeigt seine kühle Seite
Trotz freundlicher und oft sonniger Tage wird dieser Oktoberstart durch kalte Nächte geprägt. Die Kombination aus klaren Nächten, trockener Luft und schwachem Wind sorgt immer wieder für rasche Auskühlung. Damit steht der erste nennenswerte Kälteeinbruch der Saison bevor. Für viele Regionen bedeutet das: Winterliche Verhältnisse in den frühen Morgenstunden, noch bevor der eigentliche Winter Einzug hält. Gartenbesitzer, Pendler und Frühaufsteher sollten sich auf glatte Autoscheiben, kühle Morgenstunden und frostempfindliche Pflanzen einstellen. Der goldene Oktober beginnt schön – aber mit frostiger Überraschung.