Alle warten auf die Abkühlung – doch die Modelle kippen wieder: Was jetzt auf den Süden zurollt

Endlich runter mit den Temperaturen? Von wegen. Nach dem 40-Grad-Wochenende drehen die Wettermodelle erneut – und was danach kommt, hatte kaum jemand so erwartet.
Jetzt müssen viele ganz tapfer sein: Alle warten sehnsüchtig auf die große Abkühlung – doch die Wettermodelle kippen erneut, und diesmal genau in die falsche Richtung. Ja, die Extremhitze ist vom Tisch, das hatte ich schon vor Tagen angekündigt. Aber der ersehnte Absturz auf angenehme 20 Grad? Der fällt im Südwesten und Süden offenbar komplett aus.
Wer also darauf gewartet hat, dass der Hochsommer sang- und klanglos verschwindet, den muss ich enttäuschen. Gefühlt wird hier weiter geschwitzt – nur eben ohne die 40-Grad-Schlagzeilen.
Freitag und Samstag: Der Süden glüht
Bevor überhaupt irgendetwas kippt, kommt erst einmal der ganz große Auftritt. Freitag und Samstag wird es im Süden und Westen noch einmal brutal: Verbreitet klettern die Werte auf 35 Grad, am Oberrhein und in den Hitzekesseln der Rheinschiene kratzen wir an der 40-Grad-Marke. Dazu ein nahezu wolkenloser Himmel und eine Sonne, die gnadenlos herunterbrennt.

Und die Nächte? Die bringen kaum Erholung. In den Ballungsräumen des Südwestens bleibt es mit über 20 Grad tropisch warm – Klimaanlagen und Ventilatoren laufen wieder auf Hochtouren.
Die Modelle drehen schon wieder
Jetzt kommt der Teil, den viele so nicht auf dem Schirm hatten. Kaum ist der Höhepunkt überschritten, zeigen die Modelle für die neue Woche plötzlich schon wieder leicht steigende Temperaturen – zurück in Richtung 30 Grad. Von einem echten Absturz auf frische 20 Grad, wie ihn manche bereits herbeigeschrieben haben, ist im Südwesten und Süden nichts zu sehen.
Sicher, es wird eine Spur angenehmer, die Luft eine Idee frischer. Aber einzelne Hitzetage bleiben möglich. Übersetzt heißt das: Abgesagt wurde nur die Extremhitze – mehr nicht. Der Sommer macht keine Pause, er dreht nur kurz am Regler.
Und der große Regen? Fehlanzeige
Kommen wir zum wunden Punkt, der mich am meisten umtreibt: dem Regen. Überall liest man vom „großen Landregen", der die Dürre endlich beenden soll. Meine ehrliche Antwort: Haha – der kann warten. Ja, mit dem Wetterwechsel ziehen ein paar Schauer und Gewitter durch, lokal krachen die auch mal ordentlich mit Starkregen und Hagel.

Aber ein flächendeckender, ergiebiger Landregen, der die ausgedörrten Böden über Tage durchtränkt? Der ist nicht in Sicht. Ein paar Tropfen hier, ein Gewitterguss dort – das reicht bei Weitem nicht, um das Wasserdefizit dieses Extremsommers auch nur ansatzweise auszugleichen.
Rhein bei Worms: minus 17 Zentimeter
Wie ernst die Lage wirklich ist, zeigt ein Blick auf den Rhein. Der Pegel bei Worms liegt jetzt bei minus 17 Zentimetern – ja, Sie haben richtig gelesen: minus. Das Pegelhäuschen und sein Messnullpunkt sind unterschritten, im Flussbett steht das Wasser nur noch in der eigentlichen Fahrrinne.
Das ist kein alltäglicher Anblick, sondern ein handfestes Alarmsignal für die Schifffahrt und die gesamte Region. Wenn selbst ein Strom wie der Rhein an seinen historischen Tiefständen kratzt, dann sagt das über diesen Dürre-Sommer mehr aus als jede Statistik.
Fazit: Schwitzen statt frösteln
Fassen wir zusammen, bevor die nächste Panik-Schlagzeile durchs Netz geistert: Nein, der Süden und Westen frieren nicht plötzlich bei 20 Grad. Abgesagt wurde einzig und allein die Extremhitze – sonst nichts. Die 30 Grad bleiben uns als treuer Begleiter erhalten, die Sonne liefert weiter, und die Badeseen bleiben warm.
Mein Rat: Genießen Sie das heiße Wochenende mit Vorsicht, trinken Sie genug, meiden Sie die pralle Mittagssonne. Und schreiben Sie den Sommer 2026 noch lange nicht ab – die nächste Warmphase steht schon in den Startlöchern. Der Regen aber, der wirklich zählen würde, lässt weiter auf sich warten.