„Achtung, Eisbrocken!" Unwetter jagt Deutschland – hier krachen Hagel-Klopper und Sturmböen mitten in die 35-Grad-Hitze

Es wird ungemütlich! Tropenduschen, dicke Hagelkörner und heftige Sturmböen fegen heute über Teile Deutschlands – und das mitten in der Gluthitze. Wo Sie sich jetzt besser in Sicherheit bringen.
Kaum zu glauben, aber wahr: Mitten im Hochsommer, wenn das Thermometer auf 35 Grad klettert, fallen heute plötzlich Eisbrocken vom Himmel. Was sich anhört wie ein schlechter Scherz, ist bittere Realität.
Der Dienstag hat es faustdick hinter den Ohren – und mischt Gluthitze mit einer ordentlichen Portion Unwetter. Wer heute unterwegs ist, sollte gewarnt sein: Die Natur zeigt gerade ihre ganze Bandbreite, und zwar von einem Extrem ins andere.
Tropenduschen und Hagel-Klopper: Jetzt wird's brenzlig
Besonders von der Mitte bis in den Süden brauen sich am Nachmittag die dicken Gewitterwolken zusammen. Und die haben es faustdick in sich. Starkregen setzt in Windeseile ganze Straßen unter Wasser, teils prasseln 40 Liter pro Quadratmeter in kürzester Zeit herunter.
Dazu gesellen sich Hagelkörner bis zu drei Zentimeter Durchmesser – dicke Klopper, die Autolack zerbeulen und Blumenbeete plattmachen. Wer sein Fahrzeug liebt, parkt es besser unter einem festen Dach, bevor es richtig teuer wird.
Sturmböen mit bis zu 90 km/h
Doch damit nicht genug: Zu Regen und Eis gesellt sich der Wind. Sturmböen mit bis zu 90 km/h fegen über die Regionen hinweg, knicken Äste ab und wirbeln alles durch die Luft, was nicht niet- und nagelfest ist.
Im Südwesten kann es sogar noch eine Nummer heftiger kommen. Dort sind örtlich orkanartige Böen und wahre Wassermassen möglich, die im Handumdrehen Keller volllaufen lassen. Ein Grund mehr, heute die Wetterlage genau im Blick zu behalten.
Warum das Ganze so unberechenbar ist
Das Tückische an diesen Hitzegewittern: Sie sind extrem launisch. Während der eine bei strahlendem Sonnenschein im Liegestuhl schmort, kriegt der Nachbar ein paar Kilometer weiter die volle Ladung ab.

Punktgenau vorherzusagen, wo genau es kracht, ist selbst für Profis eine echte Herausforderung. Die Zellen bilden sich blitzschnell und ziehen oft nur über schmale Streifen. Heißt für Sie: Augen auf und das Handy mit den Warnungen stets griffbereit halten.
So schützen Sie sich richtig
Wenn es losgeht, gilt vor allem eines: Ruhe bewahren. Suchen Sie rechtzeitig ein festes Gebäude auf und meiden Sie freie Flächen, hohe Bäume und Gewässer. Ein aufgespannter Regenschirm nützt bei Blitz und Böen herzlich wenig.
Auch das Auto ist bei Hagel kein perfekter Schutz, aber immer noch besser als gar keins. Räumen Sie den Balkon auf, holen Sie lose Gegenstände rein und schließen Sie Fenster und Türen. Kleine Handgriffe, die im Ernstfall großen Schaden verhindern.
Endlich Aufatmen: So geht es weiter
Doch es gibt auch gute Nachrichten für alle, die von der schwülen Hitze die Nase voll haben. Zum Wochenende dreht die Wetterküche endlich am Regler und schickt uns spürbar frischere Luft aus Nordwesten.
Im Norden geht es runter auf angenehme 20 bis 25 Grad, der Süden bleibt mit 25 bis 30 Grad sommerlich, aber deutlich erträglicher. Und die Nächte werden herrlich kühl – teils nur noch acht Grad. Endlich wieder durchschlafen, ohne klatschnass aufzuwachen. Bis dahin heißt es aber: durchhalten.