Umschwung in Spanien: Ein Spanienticket soll den ÖPNV attraktiver machen
Die aktuelle Regierung Spaniens steht unter Druck. Trotz vielerlei Rücktrittforderungen hält die Regierung an ihrem Kurs fest. Mit einem neuen Ticket möchte sie den Umweltschutz stärken und die Stimmung im Land wieder anheben.

In Spanien sind die Lebenshaltungskosten wie beispielsweise Preise in Supermärkten in den letzten Monaten sehr stark gestiegen. Die aktuelle Inflationsrate liegt bei circa drei Prozent. Das neue Ticket soll schon bald Reisende finanziell entlasten.
Das Ticket soll die Umwelt schützen und ÖPNV erst möglich machen
Das günstige Ticket soll für junge Menschen und Berufspendler somit deutliche Vergünstigungen bringen. Ab Mitte Januar soll das Ticket erhältlich sein und für Spanierinnen und Spanier 60 Euro im Monat kosten.
Für Personen unter 26 Jahren ist ein billigeres Ticket vorgesehen - dieses wird wahrscheinlich 30 Euro im Monat kosten. Ähnlich wie in Deutschland ist das Ticket nicht in Fernverkehrszügen gültig. Das Ticket gilt in Regionalzügen, Straßenbahnen und Bussen. Auch Überlandbusse sollen im Ticket inbegriffen sein.
Ordentliche Rabatte gibt es jetzt auch schon
Derzeit gibt es auf Monatskarten für den Nah- und Fernverkehr sowie auf 10er-Karten einen Rabatt von bis zu 40 Prozent. So kann man beispielsweise in Madrid eine Monatskarte für 66,30 Euro erwerben.
Diese Rabatte werden zu 20 Prozent vom Staat und zu den anderen 20 Prozent von der Gemeinde getragen. Die geltenden Ermäßigungen ermöglichen auch Rabatte von 40 Prozent (70 % für Jugendliche) auf Mittelstreckenzüge und 50 Prozent auf Avant-Züge sowie 50 % auf staatliche Busse (70 % für Jugendliche).
Das Deutschlandticket gilt als erfolgreiches Vorbild
Schauen wir somit genauer hin, ist es vielleicht gar nicht so ein großes Entgegenkommen.

Manche Journalistinnen und Journalisten vermuten, dass die Regierung den Erfolg des Deutschlandtickets als großes Vorbild genommen hat. Das Deutschland-Ticket hat seit seiner Einführung nachweislich mehr Menschen auf die Schienen gebracht, sodass es tatsächlich als Umweltschutzmaßnahme angesehen werden kann.
Sánchez möchte seine Beliebtheit steigern
Pedro Sánchez sieht in seinem neuen Vorhaben, einen guten Regierungsstil. Er wird den einfachen Menschen eines der wichtigsten Dinge erleichtern, sagt er.
Ob er damit wirklich noch bis 2027 im Amt bleiben kann, bleibt unklar. Sicher wird, dass jetzt noch ein weiteres europäisches Land einen signifikanten Beitrag zur Attraktivität des ÖPNV leistet.
Quellenhinweise
Spiegel.de (2026). Spaniens Regierungschef Sánchez kündigt landesweites Mobilitätsticket an. Spanien. Ausland.
rtve.es (2025). Sánchez anuncia un abono único de transporte para todo el país de 60 euros al mes para adultos y 30 para jóvenes. Economía.