Smartwatches können voll daneben liegen - besonders beim Kalorienverbrauch

Smartwatches, sogenannte Wearables haben viele Funktionen und es kommen immer mehr dazu. Nicht nur Puls und Blutdruck können gemessen werden, auch der Kalorienverbrauch oder die Sauerstoffsättigung können bestimmt werden.

Besonders beim Training weichen Smartwatches von den realen Werten stark ab
Besonders beim Training weichen Smartwatches von den realen Werten stark ab

Immer wieder kommen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler jedoch zu der Erkenntnis, dass Smartwatches teilweise stark von den richtigen Werten abweichen.

Messungen von Wearables sind fehlerhaft

So kann die Smartwatch vielleicht eher eine kleine Orientierung bieten. Smartwatches werden besonders gern beim Sport oder bei intensiven Hobbysportarten wie Trailrunning, Klettern oder Triathlon benutzt. Sie können das Training begleiten und Hinweise geben. Nicht zuletzt haben Smartwatches durchaus schon mal das ein oder andere Herzproblem ans Tageslicht gebracht.

Die Sensoren sind zu empfindlich

Dennoch zeigt eine aktuelle Studie der Florida International University, dass der Kalorienverbrauch bei sportlichen Aktivitäten stark daneben liegt. Generell wurde der Verbrauch häufig viel zu hoch angegeben.

Eine gesunde und abwechslungsreiche Ernährung unterstützt dem Körper beim Fettabbau
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Besonders bei Personen mit hohem Körperfettanteil lagen die getesteten Uhren deutlich daneben.

Der Kalorienverbrauch weicht enorm von den realen Messwerten ab

Im Schnitt waren die Werte 15 bis 25 Prozent höher als in der Realität. Zum Vergleich nutzen die Forscherinnen und Forscher parallel medizinischen Geräte, die den Energieverbrauch der Sportlerinnen und Sportler anhand der Analyse von Atemgasen ermittelten.

„Die meisten handelsüblichen Wearables leiten den Kalorienverbrauch aus der Herzfrequenz ab, die mit einem optischen Verfahren, der sogenannten Photoplethysmographie (PPG) gemessen wird“, erläutert das Forschungsteam.

So können beispielsweise auch anderen rhythmische Bewegungen einen Herzschlag ähnlich sein, die dann zusätzlich als Bewegung gezählt werden. Sogenannte Bewegungsartefakte sorgen dafür, dass die Messungen stark abweichen.

Auch die Hautfarbe hat Einfluss auf die Messwerte

Besonders auffallend sind zudem den falschen Ergebnissen bei Menschen mit dunkler Hautfarbe.

Die Sensoren der Wearables haben tatsächlich enorme Schwierigkeiten richtig zu funktionieren. Das ist fast unglaublich, doch ist die Haut dunkler, wird mehr Licht der Sensoren absorbiert. So wird die Messung ungenau.

Ungenaue Daten liefern die Watches bei Menschen mit Adipositas

Auch Menschen mit zu hohem Gewicht oder Adipositas bekommen tendenziell ungenauere Daten als Menschen mit einem normalen Gewicht.

Die dickere und wenig durchblutete Haut macht es dem Sensor schwer genaue Daten zu bekommen. Hier wird ebenfalls die Intensität des Lichtes vermindert. Forscherinnen und Forscher machen immer wieder deutlich, dass Wearables nur Richtwerte geben können.

Artikelreferenz

Kostrna J, Oparina E, Palacios C, Rodriguez AJ, Pei J, et al. (2026). Body fat, skin tone, and the accuracy of smartwatch caloric expenditure estimates. PLOS ONE 21(7): e0353261.