Sandstrand, Steilküste und viel Sonne: Dieser Badeort verbindet Ruhe mit schönster Natur
Das kleine Seebad auf der Halbinsel Wagria ist ab Hamburg schnell erreicht, bietet eine unaufgeregte Alternative zu den großen Ferienorten an der Ostsee und besitzt dazu fünfzehn traumhafte Küstenkilometer.

Die Region um Fehmarn gehört zu den sonnenreichsten Gebieten Deutschlands. Nach Angaben des NABU werden hier jährlich rund 2200 Sonnenstunden registriert. Zum Vergleich: Hamburg kommt auf etwa 1500, Berlin auf rund 1600 Stunden.
Sandstrände und Steilküste
Das am Westrand der Mecklenburger Bucht im Nordosten von Schleswig-Holstein gelegene Seebad Großenbrode profitiert zusätzlich von seiner Lage an der Spitze der Halbinsel: Rund 15 Kilometer Küste umgeben den Ort, darunter breite Sandstrände ebenso wie naturbelassene Steilküsten.
Wer Ruhe sucht, ist hier goldrichtig. Trotz schöner Landschaft und des Status als Ostseeheilbad geht es in Großenbrode deutlich entspannter zu als in den bekannteren Ferienzentren der Lübecker Bucht.

Am nördlichen Ende der Halbinsel liegt ein kleiner Hafen, an der Ostküste führen Spazierwege entlang der Steilhänge. Das eigentliche Ortszentrum befindet sich im Südosten, wo sich auch die Einrichtungen des Kurorts befinden.
Moorpackung, Massage und Meerwasser
Großenbrode ist seit langem auf Erholung eingestellt. 1966 erhielt der Ort das Prädikat Seebad, 1986 folgte die Anerkennung als Ostseeheilbad. Das Kurmittelzentrum bietet Massagen, Moorpackungen und Heilgymnastik und besitzt ein Meerwasser-Schwimmbad.
Große Hotelkomplexe gibt es hier genauso wenig wie eine Partyszene; stattdessen dominieren kleine Pensionen und Hotels sowie Ferienwohnungen.

Wenn es dann doch einmal mehr Action oder Nachtleben sein soll: Prominentere Ostseebäder wie Timmendorfer Strand oder Scharbeutz sind nicht weit entfernt.
Radeln, Tauchen, Kitesurfen
Aktivurlauber müssen hingegen nichts entbehren. Die Halbinsel lässt sich mit dem Fahrrad erkunden, rund um Großenbrode gibt es mehrere Häfen.
Auch Taucher finden geeignete Reviere, während vor allem Kitesurfer von den konstanten Windverhältnissen profitieren. Die gute Wasserqualität ist ein weiterer Pluspunkt für Badegäste und Wassersportler.
Zudem gibt es hier auch kulturhistorisch einiges zu entdecken: Großenbrode besitzt gleich fünf prähistorische Hügel- und Großsteingräber, darunter das Langbett Krausort aus der Jungsteinzeit. Es gehört zu den längsten Stätten dieser Art in Deutschland.
So kommen Sie in das kleine Ostseeparadies
Die Anreise ist unkompliziert. Von Hamburg aus ist Großenbrode mit dem Auto über die A1 und anschließend über Landstraßen in etwa 90 Minuten erreichbar. Mit der Bahn dauert die Fahrt etwas mehr als zwei Stunden.
Allerdings müssen Reisende derzeit in Lübeck auf den Bus umsteigen: Die Bahnstrecke in Richtung Fehmarn, an der auch Großenbrode liegt, wird umfassend erneuert. Dabei lohnt es sich nicht, auf bessere Zeiten zu warten: Die Arbeiten werden noch mehrere Jahre in Anspruch nehmen.
Artikelreferenz
t-online kg. (2026). Fast vergessenes Heilbad an der Ostsee ist noch nicht überlaufen.
Wikipedia. (2026). Langbett Krausort.