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Wo steckt der Winter?

Unwetter in Italien und auf Sizilien, rekordverdächtige Temperaturen in Deutschland und Mitteleuropa, aber wo steckt eigentlich der Winter bzw. wo sind Kälte und Schnee zu finden?

Dominik Jung Dominik Jung 05 Nov 2018 - 12:07 UTC
Wo ist der Winter?
Winterfreunde waren auf den ersten Schnee bis in tiefe Lagen. Doch wo steckt aktuell der Winter?

Normalerweise meldet sich im November stellenweise schon mal der Winter zu Wort. In den höheren Lagen der Mittelgebirge kann es dann auch schon die ersten Schneefälle geben. Doch daran ist aktuell überhaupt nicht zu denken, denn es ist extrem zu warm. Am Montagmittag wurden auf dem über 10000 m hohen Brocken im Harz sogar bis zu 14 Grad gemessen. Das ist eine ungewöhnliche Wärme.

Noch wärmer war es im Alpenvorland. In Oberstdorf und Garmisch-Partenkirchen wurden sogar bis zu 20 Grad gemessen. Das sind Temperaturen die für den Mai typisch sind, aber nicht für einen Novembertag. Und der Winter? Der ist weit und breit nicht zu sehen. Ganz weit im Osten, Richtung Sibirien da gibt es aktuell zur Mittagszeit leichten Dauerfrost. Da liegt derzeit die Kälte. Das ist weit weg, um uns in Deutschland mal eben einen kleinen Besuch abstatten zu können.

Unwetter im Mittelmeerraum dauern an

Ein kräftiges Hoch hat es sich über Mitteleuropa gemütlich gemacht und lässt keine große Wetteränderung zu. In den kommenden Tagen ist es in Deutschland weiterhin viel zu trocken und auch viel zu warm. Die Höchstwerte liegen bis einschließlich Donnerstag jeden Tag bis 13 bis 20 Grad. Lediglich, wenn sich der Nebel längere Zeit halten kann, ist es auch mal etwas kühler. Auf den Spitzen der Berge ist es ebenfalls extrem zu warm.

Regensummen bis Freitag
Bis einschließlich Freitag fällt weiterhin kaum Regen. Die große Dürre geht weiter.

Erst zum Wochenenden kommt etwas Bewegung in die Wetterküche, dann vielleicht sogar mit etwas Regen. Aber die große Abkühlung ist weiterhin bis über das Wochenende hinaus nicht in Sicht. Regen in üppigen Mengen, ja sogar in lebensbedrohlichen Massen gibt es derzeit rund um Italien. Dort reißt die Unwetterserie von Tief Xena einfach nicht ab. Es gab auf Sizilien und in Italien schon etliche Tote durch die Unwetter. Die Tiefs ziehen seit Wochen an uns vorbei in den Mittelmeerraum. Dort ist das Wasser noch sehr warm. Die Tiefs bringen aber kühle Luft und beides zusammen trägt dort dann zur Entwicklung von heftigen Unwettern bei.

Nächste Woche mehr Niederschlag möglich, aber weiterhin kein Winterwetter

In der kommenden Woche könnten die Niederschlagsmengen zunehmen. Aber die Betonung liegt dabei wirklich auf "könnte". Es sah in den vergangenen Wochen immer wieder mal nach Regenwetter aus, aber es hat sich immer wieder unmittelbar vor dem Termin verflüchtigt und dann blieb es doch trocken. Mit dem Regen würde aber auch die milde Luft bei uns bleiben.

Nächste Woche wären dann weiterhin Tageshöchstwerte um 15 Grad oder sogar mehr möglich. Winterliches Wetter ist bis über die Monatsmitte hinaus nicht in Sicht. Wer also den Winter mag, der muss sich weiter gedulden. Ob der nämlich im November schon zu uns kommt, ist derzeit mehr als unsicher. Tendenziell geht die Monatsprognose November ohnehin von einem 2 bis 4 Grad zu warmen Monat aus.

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