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Tsunami auf Mallorca!

Das erlebt man auch nicht alle Tage. Ein Mini-Tsunami hat die Baleareninseln Mallorca und Menorca getroffen. Größere Schäden oder gar Verletzte gab es nicht. Es war ein beeindruckendes Naturschauspiel.

Dominik Jung Dominik Jung 17 Juli 2018 - 19:10 UTC

Da haben die Einwohner und Touristen der Balearen am Montag nicht schlecht gestaunt. An einigen Stellen der Inseln Menorca und Mallorca kam es zu einer Art Mini-Tsunami. Langsam drückte sich das Wasser verschiedenen Orten der Inseln in die Strände und Buchten hinein und der Wasserpegel stieg sichtbar an. Verbreitet wurden nicht nur Strände überflutet. In Alcudia, im Nordosten Mallorcas, wurden auch küstennahe Cafés und Restaurants überflutet.

Was ist ein Meteo-Tsunami?

Ausgelöst wurde dieser Meteo-Tsunami wie sein Name schon sagt nicht wie bei Tsunamis üblich durch ein Seebeben, sondern durch eine bestimmte Wetterlage bei der sich der Luftdruck über der Meeresoberfläche extrem schnell verändert hat. Es kommt dadurch zu einem plötzlichen Anstieg des Meeresspiegels. Liegt eine Bucht "ungünstig" dann kann sich der hohe Wellengang direkt in die Bucht hineindrücken und dadurch sogar noch an Höhe und Gewalt gewinnen.

Im Bereich der Balearen nennt man das ganze auch Rissaga. An den Küsten von Nord- und Ostsee nennt man das fast schon malerisch Seebär. Rissagas im westlichen Mittelmeer entstehen bei kleinen Luftdruckschwankungen, denen plötzlich ein Luftdruckabfall von rund 8 Hektopascal folgt. Das ganze Schauspiel dauert am Montag auf den Balearen rund 2 Stunden, dann war der Spuk vorbei.

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