Sintflut in Süddeutschland - bis zu 270 Liter Regen

Land unter in Süddeutschland: Ab heute bis zum Mittwoch muss man in Süddeutschland mit extrem heftigen Niederschlägen rechnen. Es gilt die höchste Unwetterwarnstufe 4. Es drohen regional schwere Überflutungen.

Leon Beurer Leon Beurer 20 Mai 2019 - 11:00 UTC
Hochwasser
Regional kommt es in den nächsten Stunden zu Hochwasser. Beachtet bitte unsere Unwetterwarnungen.

Die vor ein paar Wochen angekündigte Dürre wird in den kommenden Tagen in vielen Landesteilen weggespült. Es war bereits damals klar, dass das eine unseriöse Ansage war, spätestens in 2 bis 3 Tagen werden wir das auch in vielen Regionen Deutschlands zu Gesicht bekommen. Es wird nämlich im Süden Deutschlands zu einem massiven Hochwasser kommen. Die Hochwassermeldedienste in Bayern und Baden-Württemberg haben bereits erste Warnungen ausgegeben.

Recht flächendeckend sollen in Teilen von Bayern, Baden-Württemberg und jetzt auch von Hessen und Thüringen sowie Niedersachsen Regenmengen von bis zu 100 Litern pro Quadratmeter zusammenkommen. Besonders schlimm könnte es südlich der Donau werden. Richtung Alpenvorland und Allgäu sind bis Mittwochabend stellenweise bis zu 270 (!) Liter Regen pro Quadratmeter möglich. Dazu noch der Hinweis, dass es bis in die höheren Lagen zu Tauwetter kommt. Durch den heftigen Schneefall im Januar liegt dort noch einiges an Schnee. Alles zusammen dürfte dann für wahre Sturzfluten sorgen.

Hochwasser wie Mai/Juni 2013?

Das letzte große Hochwasser war in Bayern im Jahr 2013. Wenn alles wie in den Prognosen angekündigt läuft, dann könnte sich in den kommenden Tagen ein ähnliches Szenario wiederholen. Die Prognosen für die Donau sehen aktuell aller andere als gut aus. Am Oberlauf wird bis Mittwoch mit dem Überschreiten der höchsten Meldestufe 4 gerechnet- Tendenz: weiter steigend! Es besteht sogar die Gefahr, dass es zu einem 100-jährigem Hochwasser kommen könnte. Das erinnert an den Mai/Juni 2013. Damals gab es eine echte Sintflut in weiten Teilen Bayerns.

Wer in Süddeutschland an Bächen und Flüssen wohnt, sollte unsere Unwetterwarnungen gut im Auge behalten und vorsorglich in Flutgebieten bereits den Keller sichern. Es drohen Überschwemmungen. Aber: Nicht nur in Bayern geht es rund. Auch weiter nach Norden könnte nun das Niederschlagsfeld ausgreifen. Somit wären auch Teile von Hessen, Thüringen und Niedersachsen betroffen.

Der Mai bleibt bis Monatsende nass

Nicht nur die beschriebenen Gebiete bekommen einiges an Regen ab. Auch sonst drohen lokal Schauer und heftige Gewitter. Schuld ist das Tief Axel. Das hat sich mitten über Deutschland eingenistet und bringt uns feuchte und warme Luftmassen. Die Wetterlage ist ideal, damit sich teils kräftige Gewitter mit Unwettercharakter bilden können. Bei Starkregen kann es zu Sturzfluten kommen. Die Gewitter ziehen ebenso wieder Dauerregen kam von Ort und Stelle.

Das kann zu Überschwemmungen führen. Auch bis Monatsende scheint sich an der Wetterlage kaum etwas zu ändern. Zum Donnerstag gibt es nur eine kurze Wetterberuhigung. Doch danach geht es zum letzten Mai-Wochenende schon wieder sehr wechselhaft und nass weiter. Temperaturen bis 30 Grad oder sogar mehr sind nicht in Sicht. Diese Mai fällt buchstäblich ins Wasser!

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