Die Alpen ersticken im Schnee!

In den Alpen geht es ganz schön rund. Weiterhin fällt Schnee am laufenden Band. Es drohen bis Dienstagnachmittag schon wieder heftige Schneefälle. In den Niederungen kommt es zu Überschwemmungen.

Leon Beurer Leon Beurer 18 Nov 2019 - 02:30 UTC
Schneechaos in den Alpen
Viele Straßen sind in den Alpen gesperrt. Es drohen Lawinen und Hangrutsche.

Was für ein Wetterchaos in den Alpen. Es schneit ab 1500 bis 2000 m seit Tagen sehr stark. Nun liegen dort teilweise 1,5 bis 2 Meter Schnee. So viel wie nur selten im November vom Himmel kommen. Wir erinnern uns: Vor ein paar Jahren lag selbst an Weihnachten in den Alpen kein Schnee. Da kam einfach im Vorfeld nichts vom Himmel und nun versinken die Alpen in Schneemassen.

Es ist außerdem auch noch nicht vorbei. Ab Montagnachmittag setzen neue Schneefälle ein die dann bis in den Dienstag andauern. Besonders prekär ist die Lage im Grenzbereich zwischen Regen und Schnee. Teilweise ist der Schnee hier oft sehr nass, da es immer wieder hinein regnet. Dadurch wird er schwer und Bäume können umstürzen und Äste brechen ab. Sogar die ersten Stromleitungen sind schon beschädigt worden.

Hochwasser in tiefen Lagen

Der starke Regen in den tieferen Lagen führt zudem zu stark ansteigenden Pegeln und in Österreich auch zu Erdrutschen. So gab es einen Erdrutsch in Bad Gastein im Salzburger Land. Dabei wurden 3 Häuser zum Teil schwer beschädigt. Weiter oben ist es dann der Schnee der Probleme bereitet. Oftmals kommen die Einsatzdienste mit dem Schneeräumen nicht mehr nach.

Ganze Straßen werden nach und zu gesperrt. Es macht einfach keinen Sinn mehr, die Straßen frei zuräumen. Außerdem ist vielfach auch die Lawinengefahr schon sehr hoch, dass manche Alpenstraßen gesperrt werden müssen. Die Alpenpässe sind übrigens vielfach schon längst geschlossen. Doch bald ist Entspannung in Sicht, denn die Wetterlage stellt sich um.

Hochdruck übernimmt

Aktuell pumpen Tiefs über Norditalien immer wieder feuchte Luft an die Alpen und dadurch kann es so stark schneien. Doch diese Wetterlage wird sich bald umstellen. Dann kommt hoher Luftdruck und die Niederschläge lassen nach. Das Hoch kommt aus Osteuropa zu uns nach Mitteleuropa gezogen. Übrigens: Trotz der starken Schneefälle ist es auch in Österreich für den November vielfach zu warm.

Die feuchten Luftmassen drücken gegen die Alpen und je nach Höhenlagen fällt dann Regen oder Schnee. Der meiste Schnee fällt ja auch in Höhenlagen wo nicht gerade die Masse der Menschen wohnt. Kurzum: Das Schneechaos widerspricht nicht der Theorie der Klimaerwärmung!

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