Achtung: Wintereinbruch in Westdeutschland!

Günther,Ingmar, Heiner. Wir liegen im Tiefdrucksumpf. Dieser bringt den Alpen heftigen Schnee und dem Westen Deutschlands heute Nacht auch die ersten Schneeflocken der Saison.

Johannes Habermehl Johannes Habermehl 17 Nov 2019 - 14:30 UTC
Wintereinbruch im Westen Deutschlands
Der Winter meldet sich in Westdeutschland zu Wort. In der Nacht zu Montag schneit es.

Die Wetterlage ist derzeit fast schon unübersichtlich. Wir sind in Mitteleuropa und Deutschland gleich von drei Tiefdruckgebieten umzingelt: Günther, Heiner und Ingmar, Unwettertief Detlef ist bereits nach Nordosteuropa abgezogen und der kraftlose Jörg zieht aktuell über Island Richtung Europa, kann unser Wetter aber nicht wirklich beeinflussen. In den Alpen schneit es wie verrückt und auch in Deutschland setzen im Westen heute Abend Schneefälle ein. Besonders in der Eifel und im Hunsrück kann es bis morgen früh ordentlich weiß werden.

Damit gilt morgen früh im Westen: Achtung im Berufsverkehr! In Nordrhein-Westfalen, dem Saarland und Rheinland-Pfalz droht am Montagmorgen in den Hochlagen zum Teil starke Schneeglätte. Es werden wie immer viele Menschen keine Winterreifen montiert haben und ordentlich ins Rutschen kommen. Noch schlimmer trifft es die östlichen Alpen der Schweiz und die westlichen Alpen in Österreich. Dort schneit es seit dem frühen Morgen extrem stark. Ab 1500 m sind die Landschaften dick verschneit. Vielfach sind die Bergstraßen nicht mehr passierbar.

Venedig droht neue Flutwelle

Einige Ortschaften sind in den Alpen von der Außenwelt abgeschnitten. In den Niederungen ist es meist starker Regen und viel Wind. Auf der Südseite der Alpen weiter runter liegt Venedig und da geht es schon wieder an ein neues Hochwasser. Es ist die dritte Flut binnen 7 Tagen. Heute werden in Venedig 160 cm über dem Meeresspiegel gemessen. damit heißt es wieder Landunter. Wie sich mittlerweile herumspricht, wurde seit Jahren ein geplanter Flutschutz im wahrsten Sinne des Worts verbummelt.

Hochwasser in Venedig, Schneechaos in den Alpen und auch in Deutschland sagt der Winter in der kommenden Nacht im Westen hallo. Die Wetterlage ist in Europa derzeit wirklich chaotisch. Doch e ist Besserung in Sicht. Im Verlauf der kommenden Woche wird die Wetterlage deutlich ruhiger. Das warme Hochdruckgebiet aus Osteuropa greift dann nach Deutschland über. Dann ist es oft trocken, aber auch trüb und das könnte bis Monatsende so bleiben.

Montagmorgen im Westen mehr Zeit einplanen

Wer in Lagen über 500 m wohnt und das vom Westen Deutschlands, der solle morgen früh mehr Zeit einplanen, denn es kann schneebedeckte Straßen und damit glatte Straßen geben. Besonders in den Hochlagen der Eifel sind bis zu 10 cm Neuschnee möglich. Im Tagesverlauf schneit es besonders in den Hochlagen noch etwas weiter. Ab Dienstag ist es dann weitgehend trocken. Im Rest des Landes bleibt es am Montag recht unspektakulär. Die Sonne macht sich rar. Meist ist es trüb und grau stellenweise fällt etwas Regen.

Die Höchstwerte liegen am Montag bei 2 bis 8 Grad, in den Hochlagen im Westen und Süden meist um 0 Grad. Im Rest der neuen Woche wird es trocken und zunehmend wieder höhenmild werden. Allerdings kann sich die Höhenwärme nicht immer auch in den Niederungen durchsetzen. Dort bleibt es teilweis den ganzen Tag neblig, trüb und kühl.

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