Katastrophale Wetterlage: Massenhaft Neuschnee und Starkregen!

Im Alpenraum geht die Post ab. Die Wetterlage ist katastrophal. In Teilen von Vorarlberg und Tirol sowie Kärnten gibt es extreme Niederschläge bis zu 300 m. In den Hochlagen schneien ganze Dörfer ein, weiter unten droht Hochwasser.

Johannes Habermehl Johannes Habermehl 16 Nov 2019 - 09:37 UTC
Schneechaos
In den Alpen fällt extrem viel Schnee. Die Schneefälle greifen auch auch Deutschland über.

Seit Tagen ist die Wetterlage in Mitteleuropa festgefahren. Ein umfangreicher Tiefdruckkomplex hat die Region fest im Griff. Schneechaos in Teilen von Frankreich, Österreich, der Schweiz, Italien und sogar in Spanien und Portugal. In den Niederungen kommt es zu Hochwasser durch starken Regen. Jetzt kommt es noch dicker. In den Alpen werden erneut bis zu 300 mm erreicht. Dabei schwankt die Schneefallgrenze zum Teil erheblich. Mal fällt bis in Lagen auf 1000 m Schnee, mal steigt die Schneefallgrenze wieder auf 2000 m an. Dabei kommen um die 300 m Niederschlag zusammen und das binnen 48 bis 72 Stunden.

In den Hochlagen von West- und Südösterreich, sowie in der Schweiz und auch in den Bergen Italiens schneien ab 2000 m ganze Regionen ein. Erste Ortschaften sind von der Außenwelt abgeschnitten. Weiter unten fällt das ganze als heftiger Regen. Dabei kommt es zu Erdrutschen und Überflutungen. Am Sonntag greifen die Schneefälle auch auf den Süden und Südwesten Deutschlands über. In den Hochlagen droht Straßenglätte.

Schneefallgrenze sinkt auch in Deutschland ab

Am Sonntag schieben sich die Wolken von Tief Heiner auch in den Süden Deutschlands und es setzen Niederschläge ein. Diese fallen mehr und mehr bis in Lagen um 400 m als Schneeregen und Schnee. Betroffen von den Schneefällen sind der Süden von Bayern und Baden-Württemberg. Später im Tagesverlauf rieseln die Flocken auch in den westdeutschen Mittelgebirgen. In Hunsrück, Eifel, Taunus und Pfälzer Wald sind in den Hochlagen die ersten Schneeflocken der Saison drin. Auch im Schwarzwald und auf der Schwäbischen Alb wird es nach und nach weiß.

Wer am Sonntag in höheren Lagen der entsprechenden Regionen unterwegs ist, der sollte unbedingt an Winterreifen denken oder ganz oben in den Mittelgebirgen auch an Schneeketten. Nach Norden und Osten breiten sich die Regenwolken auch immer mehr aus, dort ist es allerdings mit Werten bis zu 10 Grad deutlich milder. Dort gibt es lediglich in den Gipfellagen von Harz und Erzgebirge etwas Schnee. Sonst ist es meist Regen.

Winter zieht sich zurück - graues und mildes Novemberwetter dominiert

In den anderen Regionen werden am Sonntag in den Niederungen 2 bis 6 Grad erreicht, ab 400 bis 500 m liegen die Höchstwerte nur wenig über 0 Grad. Im Verlauf der kommenden Woche geht der Winter mehr und mehr auf Tauchstationen, zumindest in Lagen unter 1000 m. Dort wird es immer wärmer. Das war auch der längerfristige Wettertrend für den November. Es sollte ein zu warmer Monat werden und bisher ist der November tatsächlich noch zu warm. Diese positive Abweichung wird bis Monatsende größer werden.

Immerhin konnte sich in den Hochlagen der Alpen eine gute Grundlage an Schnee für den Winter bilden. Jedoch war es dann doch direkt des Guten zu viel. In den nächsten Stunden drohen in den Alpen Lawinen, Schneebruch und eingeschneite Straßen sowie Ortschaften.

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