Habermehl: "Das hatten einige so nicht auf dem Schirm" Die Wetterprognose für die erste Märzhälfte

Der März könnte außergewöhnlich warm beginnen. Wettermodelle zeigen extreme Abweichungen nach oben – zahlreiche Rekorde und anhaltende Trockenheit sind möglich.
Der März könnte in seiner ersten Hälfte außergewöhnlich mild bis rekordverdächtig warm verlaufen. Mehrere Wettermodelle zeigen derzeit deutlich überdurchschnittliche Temperaturen, die teilweise sogar in Richtung historischer Spitzenwerte gehen.
Sollte sich dieser Trend bestätigen, könnte die erste Märzhälfte zu den wärmsten seit Beginn der Messungen im Jahr 1881 zählen. Besonders bemerkenswert ist dabei die außergewöhnliche Stabilität der aktuellen Prognosen, die seit Tagen eine sehr milde Großwetterlage berechnen.
Temperaturen wie im Frühling oder Frühsommer
Bereits zum Ende des Februars wurden vielerorts ungewöhnlich hohe Temperaturen gemessen. Am Freitag wurden in zahlreichen Regionen neue Temperaturrekorde für die Jahreszeit registriert. Die Spitzenwerte lagen örtlich bei bis zu 23 Grad im Schatten. Damit fehlten nur rund zwei Grad bis zu einem offiziellen Sommertag – und das noch im Februar. Solche Werte sind für Deutschland ausgesprochen selten und verdeutlichen die außergewöhnliche Wärmephase, die derzeit das Wettergeschehen bestimmt.
Blockadelage verhindert Kaltlufteinbrüche
Ursache für die ungewöhnliche Witterung ist eine stabile Blockadelage über Europa, die seit einiger Zeit das Wetter bestimmt. Ein kräftiges Hochdruckgebiet sorgt für ruhiges, sonniges und oft trockenes Wetter. Gleichzeitig wird kühle Luft aus nördlichen Regionen effektiv ferngehalten. Nach aktuellem Stand hat kalte Luft bis mindestens zum 15. März kaum eine Chance, sich in Deutschland durchzusetzen. Die Modelle zeigen weiterhin eine sehr stabile Druckverteilung mit nur geringen Änderungen.

Kälte derzeit nicht in Sicht
Einzelne Stimmen sprechen zwar immer wieder von möglichen späten Kälterückfällen, doch in den derzeit verfügbaren seriösen Modelltrends taucht eine nachhaltige Abkühlung nicht auf. Selbst in den erweiterten Prognosezeiträumen bleiben die Temperaturen meist klar über dem klimatologischen Mittel. Damit setzt sich der bisherige Verlauf des Winters fort, der bereits durch überdurchschnittliche Temperaturen geprägt war. Ein markanter Wintereinbruch erscheint aktuell sehr unwahrscheinlich.
Trockenheit verschärft sich weiter
Neben der ungewöhnlichen Wärme fällt vor allem die anhaltende Trockenheit auf. Nennenswerte Niederschläge sind in vielen Regionen vorerst nicht zu erwarten. In den vergangenen Stunden fiel im Westen zwar stellenweise etwas Regen, doch größere Mengen blieben aus. Danach deutet vieles wieder auf längere trockene Phasen hin. Sollte sich dieser Trend fortsetzen, könnte sich die Trockenheit im Spätwinter weiter verstärken.
Eine außergewöhnliche Wetterlage
Insgesamt deutet vieles auf eine meteorologisch außergewöhnliche erste Märzhälfte hin. Die Kombination aus Rekordwärme, stabiler Hochdrucklage und fehlenden Niederschlägen ist bemerkenswert und sorgt bereits jetzt für Aufmerksamkeit unter Meteorologen. Ob tatsächlich neue Monatsrekorde erreicht werden, bleibt noch abzuwarten – doch die aktuellen Prognosen zeigen eine ungewöhnlich stabile und sehr milde Wetterphase, wie sie nur selten beobachtet wird.