Durch den Klimawandel verursachte Waldbrände entwickeln sich zu einer großen und unmittelbaren Bedrohung
Laut einer neuen Studie entwickeln sich durch den Klimawandel verursachte Waldbrände in vielen Regionen zu einer großen Bedrohung für Arten und die Artenvielfalt. Die Studie warnt davor, dass ohne dringende und gezielte Maßnahmen bis zu einem Drittel der weltweiten Arten durch klimabedingte Waldbrände vom Aussterben bedroht sein könnte.

Die in „Nature“ veröffentlichte Studie kommt zu dem Ergebnis, dass die Waldbrandaktivität bis zum Ende dieses Jahrhunderts in den meisten Regionen voraussichtlich erheblich zunehmen wird, insbesondere was die verbrannten Flächen und die Dauer der Saison betrifft. Die Zunahme der Häufigkeit und Intensität von Waldbränden wird wiederum die Gefährdung der biologischen Vielfalt und der Arten in bereits gefährdeten Regionen erhöhen.
Die Auswirkungen des Klimawandels bringen Arten an ihre Belastungsgrenzen
Der Studie zufolge bedroht der Klimawandel Arten auf zwei Hauptwegen. Erstens ergeben sich Risiken aus allmählichen klimatischen Veränderungen, darunter die Erwärmung, veränderte Niederschlagsmuster und der Anstieg des Meeresspiegels.
Zweitens treten schwere Klimastörungen – darunter Waldbrände, Hitzewellen und Stürme – immer häufiger auf und führen zu unmittelbaren und weitreichenden Todesfällen.
Der Studie zufolge nehmen Häufigkeit und Schwere von Waldbränden deutlich zu, und 15 % der weltweit bedrohten Arten sind bereits von Veränderungen im Auftreten von Waldbränden betroffen. Die Studie zeigt, dass die künftige Gefährdung durch Waldbrände für 9.592 nicht-marine Arten, die bereits durch häufigere oder intensivere Waldbrände bedroht sind, deutlich zunehmen wird.
Die Studie weist jedoch darauf hin, dass das Risiko regional ungleich verteilt ist. In einigen Gebieten ist mit stärkeren Waldbränden zu rechnen, während in anderen Gebieten die Brandaktivität zurückgehen könnte.
Afrika könnte eine Ausnahme bilden, da dort mehr als 41 % der Arten aufgrund der prognostizierten Zunahme der Niederschläge möglicherweise weniger häufig von Bränden betroffen sein werden.
National Significant Wildland Fire Potential Outlooks for the next three months were released yesterday, highlighting elevated fire risk across multiple regions of the United States as seasonal transitions and ongoing drought conditions continue to influence fire behavior. As pic.twitter.com/W3TLqrDtaq
— National Wildfire Tracking Team (@NationalWldfire) April 2, 2026
Die Studie stellt fest, dass sich die Bewertung des Aussterberisikos bislang weitgehend auf den durch den Klimawandel bedingten langfristigen Lebensraumverlust konzentriert hat. Weitaus weniger Beachtung fanden unmittelbare schwerwiegende Störungen wie Waldbrände und die damit verbundenen Gefahren für Arten und ihre Lebensräume.
Gezielte Maßnahmen und Strategien könnten die Anfälligkeit verringern
Die Forschungsergebnisse deuten darauf hin, dass die Häufigkeit von Waldbränden bis zum Ende des 21. Jahrhunderts in den meisten Regionen deutlich zunehmen wird und damit bereits gefährdete Arten bedroht. Die Studie unterstreicht die dringende Notwendigkeit gezielter und regionsspezifischer Strategien, um den Verlust an biologischer Vielfalt durch künftige Waldbrände einzudämmen.
Der Studie zufolge könnten gezielte und regionsspezifische Schutzstrategien in Verbindung mit moderaten Emissionen den Anstieg der Anfälligkeit von Arten gegenüber Waldbränden erheblich verringern. Diese Verringerung der Anfälligkeit könnte in einem solchen Szenario mehr als 60 % betragen.
Quellenhinweis:
Wildfire risk for species under climate change. https://www.nature.com/articles/s41558-026-02600-5#Sec5. April 6, 2026.
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