Unwetter mit Starkregen und Sturzfluten rollt heran – diese Gewitterserie erinnert an die Katastrophe 2016

Die Mai-Rekordhitze ist bald Geschichte, jetzt übernehmen kräftige Gewitter. Von Samstag bis in die neue Woche droht Unwetterpotenzial – und eine Parallele zu 2016 lässt mich aufhorchen.

Tagelang lag eine Hitzeglocke über Deutschland, Werte jenseits der 35 Grad waren keine Seltenheit. Doch dieses Kapitel ist abgehakt. Von Westen schiebt sich kühlere und vor allem feuchtere Luft heran – und die trifft auf die noch vorhandene Restwärme am Boden.

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Genau diese Mischung ist der Brennstoff für das, was uns ab Samstag erwartet: eine Gewitterlage, die es in sich hat und die uns deutlich länger beschäftigen wird als nur ein Nachmittag.

Samstag – der erste Akt beginnt im Westen und in der Mitte

In einem Streifen von der Eifel über Hessen bis zu den ostbayerischen Mittelgebirgen wird es wechselnd bewölkt, immer wieder gehen Schauer und kräftige Gewitter nieder, lokal mit unwetterartigem Starkregen. Südlich davon bleibt es länger freundlich, nur vereinzelt knallt am Nachmittag ein Hitzegewitter.

Die nächsten Tage bringen regional schwere Unwetter mit Starkregen und Überflutungsgefahr.
Die nächsten Tage bringen regional schwere Unwetter mit Starkregen und Überflutungsgefahr.

Im Norden überwiegend trocken. Die Temperaturen erreichen 26 bis 34 Grad, im Norden mit 19 bis 26 Grad deutlich frischer. Dazu weht ein mäßiger, teils stark böiger Wind aus West bis Nordwest.

Sonntag wird zum heiklen Tag

Jetzt wird es ernst. Schon am Vormittag legt der Westen los, in der Mitte und im Süden geht es ab Mittag richtig zur Sache. Ich rechne mit Starkregen um 25 Liter pro Quadratmeter, dazu Hagel und stürmischen Böen von 80 km/h.

Am Nachmittag und Abend steigt das Unwetterpotenzial spürbar an: punktuell sind 40 Liter in kurzer Zeit, Hagelkörner um zwei Zentimeter und Böen bis 85 km/h möglich. Höchstwerte 21 bis 31 Grad, an der See kühler.

Warum mir Braunsbach und Simbach nicht aus dem Kopf gehen

Und hier kommt der Punkt, der mich nachdenklich macht. Ende Mai und Anfang Juni 2016 sorgten stationäre Gewitter für die Katastrophen in Braunsbach und Simbach am Inn – damals fielen lokal über 100 Liter binnen weniger Stunden.

Die heutige Großwetterlage ist nicht identisch, aber das Grundmuster ähnelt sich gefährlich: langsam ziehende Zellen über feuchtgesättigter Luft. Wo sich so eine Zelle einmal festsetzt, sind lokal extreme Regenmengen eben nicht ausgeschlossen – und genau das macht diese Lage so tückisch.

Eine Gewitterserie statt eines einzelnen Knalls

Das ist der entscheidende Unterschied zu einem normalen Wärmegewitter: Es bleibt nicht bei einem Tag. Am Montag ziehen letzte Gewitter ostwärts ab, doch schon Dienstag kommt von Westen die nächste Runde mit teils schweren Gewittern, Starkregen und Hagel.

Auch Mittwoch und Donnerstag bleibt die Luft labil. Die ECMWF-Ensembles zeigen es klar: Wir stecken in einer mehrtägigen Gewitterphase, die Höchstwerte gehen dabei auf 17 bis 24 Grad zurück.

Mein Fazit – wachsam bleiben, aber nicht in Panik verfallen

Nein, das wird kein flächendeckendes Jahrhundert-Unwetter über ganz Deutschland. Aber die Zutaten für lokale Wasserbomben liegen auf dem Tisch.

Mein Rat: Behaltet Sonntag und Dienstag besonders im Blick, sichert lose Gegenstände, und meidet bei Gewittern Bachläufe und Unterführungen. Ich bleibe für euch dran und melde mich, sobald sich die Schwerpunkte schärfer abzeichnen.

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