Der Pinguin-Gang rettet Ihr Leben: Knochenbrüche explodieren – Notaufnahmen in Deutschland füllen sich dramatisch

Schnee, Eis und Sturm verwandeln Straßen in Todesfallen. Mit dem Pinguin-Gang können Sie Stürze vermeiden – sonst drohen Arm- und Oberschenkelhalsbrüche und schlimmeres sowie überfüllte Notaufnahmen.

Pinguin-Gang, Methode, Sturz
Der Pinguin-Gang ist eine einfache Methode, um sicher über eine glatte Straßen zu gehen und einen Sturz zu vermeiden.

Die aktuellen Wettergefahr-Vorhersagen des Deutschen Wetterdienstes (08.01.2026) warnen vor Schnee, Glatteis und Sturmböen, die in vielen Regionen Deutschlands zu schweren Unfällen führen.

In den Notaufnahmen deutscher Krankenhäuser steigen die Fallzahlen von Arm- und Oberschenkelhalsbrüchen rasant an.

Experten schlagen Alarm: Wer auf glatten Straßen unvorsichtig unterwegs ist, riskiert schwere Verletzungen. Besonders ältere Menschen sind betroffen, die bei einem Sturz auf harten Untergrund schwer verletzen können.

Pinguin-Gang: Die einfache Methode, Stürze zu verhindern

Prof. Dr. Edgar Mayr, Direktor der Klinik für Unfallchirurgie am Universitätsklinikum Augsburg, weist auf den Pinguin-Gang hin – eine bewährte Technik, um auf rutschigen Wegen sicher zu gehen.

  • Beim Pinguin-Gang gehen Sie langsam, in kleinen Schritten und setzen die Füße mit ganzer Sohle auf, leicht nach außen gedreht.
  • Der Körperschwerpunkt bleibt über dem vorderen Bein, die Körperhaltung leicht nach vorn geneigt. Das senkt das Sturzrisiko drastisch.

„Gerade bei Schneematsch oder gefrierendem Regen kann der Pinguin-Gang lebensrettend sein“, erklärt Mayr ( zu Lesen im Mitarbeiter Portal des Universitätsklinikum Augsburgs).

Wer doch das Gleichgewicht verliert, sollte Kopf und Gesicht schützen und auf dem Po landen, nicht auf den Händen oder Knien.

Sicher unterwegs auf gestreuten Wegen

Wer auf gestreuten Wegen unterwegs ist, bewegt sich mit einem zusätzlichen Sicherheitsnetz. In öffentlichen Gebäuden und Einrichtungen wie Behörden oder Krankenhäusern sorgen die zuständigen Facilities-Management-Teams rund um die Uhr dafür, dass Hauptwege möglichst eis- und schneefrei bleiben.

In Städten und Gemeinden sollten Bürger dennoch aufmerksam bleiben, den Zustand öffentlicher Wege prüfen und ihr Verhalten den jeweiligen Witterungsbedingungen anpassen, bevor sie sich auf den Weg machen.

Verhalten bei einem Sturz oder Unfall

Trotz Vorsicht kann es zu Unfällen kommen. Dann gilt:

  1. Ruhe bewahren: Panik verschlimmert Verletzungen.
  2. Unfallstelle sichern: Warnblinker einschalten, Warndreieck aufstellen und Fahrzeuge, wenn möglich, aus dem Verkehrsfluss bringen.
  3. Notruf absetzen: Bei Personenschäden sofort Polizei und Rettungsdienst informieren.
  4. Dokumentation: Unfallstelle, Wetterbedingungen und Beteiligte fotografieren.

Experten empfehlen, bei Glatteis stets einen größeren Sicherheitsabstand zu halten, Treppen und steile Wege nur vorsichtig zu betreten und Schuhe mit gutem Profil zu tragen.

Prävention ist der Schlüssel

Neben dem Pinguin-Gang gilt: Nicht riskieren, wenn es nicht nötig ist. Wer bei Blitzeis oder starkem Schneefall das Haus verlässt, erhöht das Unfallrisiko erheblich. Achten Sie auf Wetterwarnungen, planen Sie ausreichend Zeit ein und nutzen Sie, wenn möglich, öffentliche Verkehrsmittel.

„Jeder Schritt auf glatter Fläche zählt. Mit einfachen Maßnahmen können Sie schwere Verletzungen und überfüllte Notaufnahmen vermeiden“, betont Prof. Mayr.

Die aktuelle Wetterlage in Deutschland macht deutlich: Schnee, Eis und Sturm sind nicht zu unterschätzen.

Mit dem Pinguin-Gang, gestreuten Wegen und angepasster Vorsicht lassen sich auch zu Fuß Stürze verhindern. So schützen Sie sich selbst und entlasten die überlasteten Notaufnahmen.

Quelle

Universitätsklinikum Augsburg, „Pinguin-Gang senkt Sturzrisiko“, Mitarbeiterportal.