Vorsicht bei Medikamenten – die Hitze kann die Wirkung verändern
Eine starke Hitzewelle ist bei den meisten Medikamentenplänen einfach nicht vorgesehen. In der Regel werden die Medikamente individuell angepasst. Die starke Hitze hat Auswirkungen auf unseren Körper, sodass sich die Wirkung der Medikamente verändern kann.

Besonders bei Blutdruck oder Diabetes-Medikamenten ist eine Anpassung gefragt.
Die Hitze nimmt Einfluss auf die Wirksamkeit
Bei Erkrankten ist es oftmals so, dass sie auf Erfahrungen zurückgreifen können und demnach die Dosis anpassen. Bei aktuellem Unwohlsein, starker Hitze im Körper, Herz-Kreislauf Problemen oder ähnlichen Symptomen ist es ratsam, die neue Dosis mit einem Arzt oder einer Ärztin abzusprechen.
Ganz wichtig: Bei Abgeschlagenheit und Unwohlsein lieber die Praxis aufsuchen
Nicht nur Blutdruckmittel und Insulin haben Auswirkungen, die wir vermehrt spüren können. Viele Medikamente aus der Gruppe der Antidepressiva und Neuroleptika können uns durch die starke Hitze deutlich beeinträchtigen.

Es kann passieren, dass die Schweißbildung nur noch eingeschränkt funktioniert und die Hitze sich schnell im Körper staut.
Hier ist es ebenfalls empfehlenswert mit der Arztpraxis Kontakt aufzunehmen. Vor allem, wenn die Symptome nicht zuvor aufgetreten sind. Oftmals kann so die Dosis über den Zeitraum der Hitzewelle ein wenig vermindert werden.
Besonders Personen, die solche Medikamente einnehmen, sollten die heißesten Stunden meiden
Ein Aufenthalt im Freien sollte nur in den frühen Morgen- und Abendstunden erfolgen. Auch Sport ist gar nicht mal so gut in dieser heißen Zeit. Wer gar nicht auf seinen Sport verzichten kann, sollte auf ein kühles Schwimmbad ausweichen oder ein Fitness-Studio mit Klimatisierungen wählen.
Weitere Medikamentengruppen können ebenso vermehrten Hitzestress auslösen:
- Antihistaminika
- Diuretika
- Abführmittel
- Schilddrüsenhormone
Generell gilt, dass Personen mit Vorerkrankungen, aber auch Frauen, Kinder, Jugendliche und Menschen mit körperlichen Einschränkungen die Hitze meiden sollten. Ein Aufenthalt im Freien ist nur am Abend oder am Morgen ratsam. Alle weiteren Aktivitäten sollten zudem mit deutlich mehr Ruhe und Gelassenheit erfolgen.
Der Hitze angepasst verhalten - lieber einen Schritt langsamer
Der Arbeitsrhythmus ist somit ebenso an die Hitze anzupassen. Denn die Hitze strengt den Körper trotzdem weiter an, auch wenn wir bei circa 25 - 27 Grad im Büro oder im Home-Office sitzen.
Regelmäßiges Trinken von zwei bis drei Litern unterstützt den Körper bei der Hitzebewältigung. Leichtes Essen wie beispielsweise Salat oder Joghurt spart ebenso Energie in unserem Körper. Auch kleinere Mahlzeiten über den Tag verteilt, sind besser für unser System und leichter zu verarbeiten.
Artikelreferenz
NDR.de. (2026). Hitze: Warum hohe Temperaturen ein Risiko für die Gesundheit sind.