Vom Müll zur Klimatechnologie: Gummihandschuhe finden als Materialien neue Bestimmung

Millionen von Gummihandschuhen werden tagtäglich benutzt. Sei es beispielsweise im eigenen Haushalt, in der Gesundheitsversorgung, im Reinigungssektor oder im Handwerk. All diese Handschuhe landen irgendwann in Verbrennungsanlagen oder auf Mülldeponien.

Erfolgreiches Recycling kann weltweit die Verschmutzung der Umwelt senken
Erfolgreiches Recycling kann weltweit die Verschmutzung der Umwelt senken

Ein Forschungsteam der Universität Aarhus in Dänemark hat nun eine Technologie entwickelt, mit der sich gebrauchte Handschuhe einem neuen Zweck zuordnen lassen. Noch ist es ein Expertiment in einem Forschungslabor, doch vielleicht ist es in Zukunft sogar gut für unser Klima.

Recycelte Handschuhe können zum Klimaschutz beitragen

„Eine Plastikflasche lässt sich relativ einfach recyceln, wie wir aus Pfandrückgabesystemen wissen. Andere Kunststoffmaterialien sind jedoch problematisch, da sie nicht auf dieselbe Weise wiederverwendet werden können. Daher werden sie oft verbrannt, was derzeit bei Gummihandschuhen der Fall ist. In unseren Experimenten haben wir den Handschuh so umgestaltet, dass er CO₂ binden kann, anstatt zu einem Abfallprodukt zu werden, das bei der Verbrennung CO₂ und andere schädliche Gase freisetzt.“, erläutert Simon Kildahl, PD am Department of Chemistry der Aarhus University

Natürlich gibt es bereits andere Materialien, die zur Abscheidung von Kohlenstoffdioxid genutzt werden.

Besonders ist hier, dass das Forschungsteam ein weltweiten großen Müllfaktor so umwidmet, dass damit sogar wieder gearbeitet werden kann.

„Mit dem Gummihandschuh können wir ein Material zur CO2-Abscheidung herstellen, bei dem fast jedes Atom im Produkt aus Abfall stammt, mit Ausnahme einer kleinen Menge Wasserstoff.“, so Kildahl

Derzeit befinden sich die Experimente noch im Laborstadium und sind Teil der Forschung der Universität Aarhus.

Besonders Plastikmüll ist ein großes Problem für unsere Erde
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Denn es ist fast erwartbar, dass das besondere Verfahren nicht so wirtschaftlich rentabel ist, wie es sich manche wünschen würden. So ist ein weiteres Forschungsziel, dass Verfahren einzugrenzen und wirtschaftlich rentabel zu machen.

Das Verfahren ist noch nicht wirtschaftlich rentabel

Solche Experimente und Forschungsansätze bringen uns immer einen Schritt näher an einen Klimaschutz von Morgen mit einem Blick auf das Ziel bis 2050 jährlich 5 bis 16 Milliarden Tonnen CO₂ aus der Atmosphäre zu entfernen.

Um diese Ziele zu erreichen, muss CO₂ aus Biomasseverbrennungsanlagen oder direkt aus der Luft abgeschieden werden. Die Herausforderung ist, dass die derzeitigen Methoden eine Ausweitung der ölbasierten Produktion erfordern, was den Gesamtnutzen für das Klima natürlich vermindert.

Quellenhinweise

Aarhus University. (2026). From waste gloves to climate tech: iNANO chemists turn nitrile rubber into CO₂ sorbents. News. News and Events. About. iNANO.

Simon Stampe Kildahl, Clemens Kaussler, Ruth Ebenbauer et. al. (2026). CO2 capture with post-modified nitrile and styrene-butadiene-styrene rubbers, Chem,2026,102918, ISSN 2451-9294.