Mai-Schock! Schnee-Alarm in der Nacht auf Dienstag - stürzt die Mai-Prognose jetzt ab? Wird's am Ende ein eiskalter Mai?

Erst Sonne satt, dann der eiskalte Schock: In der Nacht zu Dienstag fällt sogar Schnee in den Mittelgebirgen. Stürzt die Maiprognose jetzt komplett ab? Ich habe die Trends bis Monatsende analysiert.
Was sich da gerade über Skandinavien zusammenbraut, sieht man im Mai nicht alle Tage. Auf der Rückseite eines Tiefs namens "Petros" pumpt eine kräftige Nordströmung arktische Kaltluft bis weit nach Mitteleuropa hinein. Die Temperaturen brechen heute Nachmittag in vielen Regionen regelrecht ein - statt 22 Grad wie gestern stehen vielerorts nur noch 11 bis 14 Grad auf dem Thermometer.
Es schauert kräftig, der Wind frischt böig auf, und im Bergland fällt der Niederschlag schon jetzt teils als nasser Schnee. Wer heute Mittag rausgeht, merkt den Unterschied sofort.
Schnee-Alarm in der Nacht auf Dienstag
Genau diese Nacht hat es in sich. Die Schneefallgrenze stürzt nach den aktuellen ECMWF-Berechnungen bis auf rund 600 bis 700 Meter ab. Heißt im Klartext: Im Schwarzwald, im Bayerischen Wald, auf der Schwäbischen Alb, im Thüringer Wald und im Erzgebirge kann es vielerorts eine dünne Schneedecke geben.
In den Hochlagen oberhalb 1000 Meter sind durchaus 5 bis 8 Zentimeter Neuschnee drin - lokal in den Alpen sogar mehr. Mitte Mai. Das hatten wir zuletzt 2019 in dieser Intensität.
Wie lange bleibt die Kaltluft?
Hier wird's spannend. Die Modelle sind sich in der Tendenz einig, im Detail aber nicht. Das ECMWF rechnet die Kaltluft bis einschließlich Donnerstag durch, danach beginnt eine zaghafte Erwärmung auf 17 bis 19 Grad.
Der amerikanische GFS will die Kälte sogar bis Freitag konservieren. NOAA CFSv2 und das NASA GEOS-5 zeigen für das letzte Mai-Drittel dagegen eine deutliche Drehung der Strömung auf Süd bis Südwest - mit Temperaturen wieder klar über dem klimatologischen Schnitt.
Pfingsten - kommt der Sommer zurück?
Das Pfingstwochenende (23./24. Mai) sieht in den Trendkarten erstaunlich freundlich aus. Copernicus C3S signalisiert für die letzte Maiwoche eine Wahrscheinlichkeit von rund 70 Prozent für überdurchschnittliche Temperaturen. Heißt für mich: 22 bis 26 Grad sind realistisch, im Südwesten sogar lokal an die 28 Grad. Wir bekommen also genau das, was wir im Mai schon oft erlebt haben - erst Eisheilige in Hochform, dann Frühsommer pur.

Reißt der Mai die Bilanz am Ende noch?
Ehrliche Antwort: ja, knapp. Die ersten zehn Maitage lagen bei uns im Westen und in der Mitte rund 1,8 Grad über dem langjährigen Mittel 1991 bis 2020. Selbst eine harte Kaltphase von 4 bis 5 Tagen drückt diese Bilanz nicht ins Minus, wenn die Schlussdekade wieder warm ausfällt. Am Ende landen wir voraussichtlich 0,3 bis 0,8 Grad zu warm - kein Hitze-Mai, aber sicher auch kein wirklich kalter Mai.
Mein Fazit für Sie
Holen Sie die dicke Jacke nochmal raus, schauen Sie kurz nach den Tomaten auf dem Balkon, und schieben Sie geplante Gartenpartys lieber auf das kommende Wochenende. Der Wettersturz ist heftig, aber er ist kurz. Die große Maiprognose stürzt also nicht ab - sie macht nur eine fiese Vollbremsung, bevor sie nochmal richtig Gas gibt. Ich melde mich morgen früh mit dem Detailcheck zu den Schneemengen.
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