Spinnennetz auf dem Mars? Nasa macht rätselhafte Entdeckung
Rätselhafte Spinnennetz-Strukturen auf dem Mars geben Forschern neue Hinweise auf einstiges Wasser – und damit potenziell lebensfreundliche Bedingungen auf dem Roten Planeten.

Auf dem Mars hat die NASA eine ganz ungewöhnliche Landschaft gefunden, die aus der Nähe betrachtet aussieht, als hätte ein riesiges Spinnennetz den Planeten überzogen. Doch keine Angst! Bei dem Fund handelt es sich nicht um außerirdische Kreaturen, sondern um faszinierende geologische Strukturen.
Das Gesamtbild wirkt wie ein gigantisches Netz im Weltraum
Seit rund sechs Monaten untersucht der Mars-Rover NASA "Curiosity“ eine Region mit ungewöhnlich geformten Gesteinsformationen. Forscher nennen diese Strukturen Boxwork. Dabei handelt es sich um ein Netzwerk aus Felsrücken, die sich wie ein großes Muster über die Landschaft ziehen. Die Felskämme stehen etwa ein bis zwei Meter hoch und sind von sandigen Vertiefungen umgeben. Das Gesamtbild wirkt aus der Perspektive des Weltraums wie ein gigantisches Netz.
Hier finden sich wichtige Hinweise auf die Geschichte
Die Wissenschaftler sind besonders gespannt auf diese "Netze", weil sie wichtige Hinweise auf die Geschichte von Wasser auf dem Roten Planeten geben könnten. Eine führende Erklärung lautet: Ursprünglich floss Grundwasser durch Risse im Marsgestein. In diesen Rissen lagerten sich Mineralien ab, die mit der Zeit verhärteten. Gleichzeitig wurden die umgebenden, weicheren Gesteinsschichten durch Wind und Sand weggeerodiert. Übrig blieben die härteren, mineralreichen Felsrücken, die heute wie ein bodenweites Netz aussehen.
Lebten oder entstanden hier einst Mikroorganismen?
Für die Marsforschung ist diese Entdeckung mehr als nur ein kurioses Muster. Denn wenn Grundwasser auf dem Mars länger existiert hat, als bisher angenommen, könnte das bedeuten, dass der Planet über lange Zeiträume hinweg Bedingungen bot, die für Leben günstig gewesen wären. Flüssiges Wasser gilt als eine Voraussetzung dafür, dass Mikroorganismen entstehen oder überleben können. Zumindest nach unseren irdischen Maßstäben. Die vermeintlichen "Spinnennetze" aus Stein könnten uns also einen entscheidenden Hinweis darauf geben, wie lange der Mars einst ein lebensfreundlicher Ort war.
Für die Zukunft öffnen sich neue Perspektiven
Der Rover "Curiosity" ist seit 2012 auf dem Mars unterwegs und hat in dieser Zeit immer wieder neue Erkenntnisse geliefert, wie sich der Planet über Milliarden von Jahren verändert hat. Die aktuellen Strukturen gehören zu den spannendsten Funden der letzten Jahre, denn sie eröffnen neue Perspektiven darauf, wie Wasser und vielleicht damit auch Leben auf dem Roten Planeten möglich gewesen sein könnten.