Mit einer Haarprobe den eigenen Biorhythmus bestimmen?! Das funktioniert tatsächlich
Ein Forschungsteam der Charité in Berlin hat sich auf eine besondere Studie eingelassen. Mit Hilfe von 4000 Probandinnen und Probanden konnten sie beweisen, dass sich anhand einer einzigen Haarprobe, die innere Uhr einer Person bestimmen lässt.

In der Medizin ist seit längerem bereits in der Diskussion, dass Medikamente dann verabreicht werden sollen, wenn der Körper und das Immunsystem dafür die idealen Bedingungen liefern und in einem "wachen" Zustand sind.
Die innere Uhr ist bei jedem Menschen verschieden
Unsere innere Uhr kann sehr verschieden sein. Es gibt einen Unterschiede zwischen Männern und Frauen und ebenfalls hat der Lebensstil einen großen Einfluss auf unseren Biorhythmus.
Generell lässt sich sagen, dass unser Körper immer einem 24-stündigen Rhythmus folgt, doch der kann von Person zu Person sehr unterschiedlich sein.
17 Gene geben Informationen über den Biorhythmus
Mit seinem Forschungsteam hat Achim Kramer mit Hilfe von Zellen der Haarwurzel genauer ausmachen können, wie die innere Uhr der Patientinnen und Patienten tickt.

Insgesamt geben 17 Gene und deren Aktivität Auskunft darüber, wie die molekulare Uhr gesteuert wird.
Neben dem gezielteren Einsatz von Medikamenten wie beispielsweise in der Krebsmedizin kann die neue Testvariante auch in anderen Bereich der Medizin angewendet werden. Aktuell entwickelt das Team die Tests weiter, um sie für Routine-Labors verwenden zu können.
Die neuen Tests können auch in anderen Bereichen der Medizin unterstützen
So wäre eine Anwendung auch in der Schlafmedizin denkbar. Besonders in der Schlafberatungen können die Erkenntnisse viel bringen, sodass Patientinnen und Patienten ihr Schlafverhalten besser an ihre innere Uhr anpassen könnten.
Fakt ist, dass die Chronobiologie der Menschen immer aus verschiedenen Faktoren besteht. Es gibt äußere Faktoren wie Erwerbstätigkeit, Lebensstil und Lebensort sowie auch weitere Faktoren wie Alter, Geschlecht und genetische Veranlagungen, die unseren eigenen inneren Takt beeinflussen.
Quellenhinweise
B. Maier, L.K. Pilz, S. Özcakir, A. Rahjouei, A.N. Abdo, J. de Zeeuw, D. Kunz, & A. Kramer (2026). HairTime: A noninvasive assay for estimating circadian phase from a single hair sample, Proc. Natl. Acad. Sci. U.S.A. 123 (13) e2514928123.
Charité – Universitätsmedizin Berlin. (2026). Charité-Forschende entwickeln neue Methode, um Medizin besser an den Biorhythmus anzupassen. Pressemitteilung. Service.
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