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Deutschland wird zur Steppe: 3. Dürrejahr in Folge!

Wir hatten es bei daswetter.com bereits im Frühling angekündigt: 2020 soll wieder ein Dürrejahr werden und wir haben leider recht behalten. Der Deutsche Wetterdienst hat heute unsere Prognose von damals bestätigt! Deutschland erlebt das dritte zu trockene Jahr in Folge.

Trockenes 2020
2020 ist das dritte zu trockene Jahr in Folge. Das hat nun der Deutsche Wetterdienst in Offenbach bestätigt.

2018 und 2019 waren jeweils sehr trockene Jahre. Besonders im Sommer ist oftmals sehr wenig Regen gefallen und auch im Jahr 2020 hat sich die Situation ganz und gar nicht geändert. Der Deutsche Wetterdienst hat heute mitgeteilt, dass Deutschland das dritte Dürrejahr in Folge erlebt. Wörtlich heißt es in der heutigen Pressemeldung des Deutschen Wetterdienstes in Offenbach: "Obwohl sich der Sommer 2020 über weite Strecken wechselhaft präsentierte, waren ausgetrocknete Böden und deren Auswirkungen vor allem für die Landwirtschaft erneut ein großes Thema."

Besonders der Osten, der Westen und der Norden leiden in den tiefen Bodenschichten weiterhin unter einer großen Trockenheit. Gräbt man mit einem Spaten ein Loch, dann merkt man sehr schnell, das nach 10 bis 20 cm Tiefe die Trockenheit rapide zunimmt. In diesem jahr war besonders das Frühjahr viel zu trocken. Der Sommer sei zwar wechselhaft gewesen, habe aber auch nicht überall viel Regen bringen können. Auch im September war die Dürrelage prekär.

Es fehlen 200 bis 300 Liter Regen pro Quadratmeter

Die Dürre nahm ihren Anfang bereits im Jahr 2018. Damals war der Sommer sehr trocken. Die Flusspegel sanken und sanken. Das ging sogar so weit, dass die Preise für Benzin stark gestiegen sind, weil auf dem Rhein und anderen Flüssen kaum noch Raffinerien angefahren werden konnten. Der Rheinpegel war so niedrig, dass die Schiffe nur noch mit halber Ladung oder noch weniger fahren durften.

Zeitweise gab es sogar einen Engpass in Sachen Rohöl und das hat an den Tankstellen die Preise natürlich in die Höhe getrieben. Um das aktuelle Regendefizit auszugleichen brauchen wir flächendeckend fast 200 bis 300 Liter Regen und den am besten schön gleichmäßig verteilt. Der ist aber in der Menge weit und breit nicht in Sicht. Nur im Osten wird es in den kommenden Tagen nass bzw. am heutigen Mittwoch. Im Stau vom Erzgebirge sind bis zu 50 Liter pro Quadratmeter möglich.

Kein goldener Oktober, aber auch weiterhin kaum Regen

Auch nach Mittwoch und Donnerstag geht das trübe und graue Wetter weiter. Zum Wochenende kann es im Süden etwas freundlicher werden, aber schon Anfang der nächsten Woche gibt es neue Wolken, doch viel Regen ist auch dann wieder nicht in Sicht. Es bleibt oft zu trocken. Um das große Regendefizit nachhaltig abzubauen, müsste es nun endlich mal kräftigen und lang anhaltenden Landregen geben, doch der ist nicht in Sicht.

Wir stecken mitten im dritte Dürrejahr in Folge und flächendeckender Regen ist nicht in Sicht.

Die nächsten 7 bis 10 Tage bleiben oft grau und trüb, viel Niederschlag ist aber nicht in Sicht. Allerdings auch kein sonniges Wetter. Irgendwie ist die Wetterlage wie im November: viel grauer Himmel und wenig Sonnenschein und dazu auch noch recht kühle Temperaturen.