In Europa regiert die Kälte: Lassen sich kleine Erfrierungen selbst behandeln?

Es ist kalt und frostig. Bei Minustemperaturen von bis zu -20 Grad in Süddeutschland, erlebt Deutschland einen klaren und erfrischenden Januar. Gute Winterkleidung und Schutz für Gesicht, Füße und Hände sind ein Muss.

Warme Handschuhe sind ein Must-Have bei Wintertouren

Denn kleine Erfrierungen können durch Wind und Kälte schnell entstehen. Besonders empfindliche Hautregionen sind das Gesicht und die Extremitäten.

Kleinere Kälteschäden werden nicht direkt bemerkt

Kleine Erfrierungen machen sich oftmals erst im Nachhinein bemerkbar. Sie zeigen sich durch Schmerzen, Verfärbungen und Rötungen. Diese Form von Erfrierungen werden auch als Kältverbrennungen bezeichnet.

Weitere Anzeichen können leichtes Kribbeln, Taubheitsgefühl und Blasen sein. Bei starken Taubheitsgefühlen und größeren sowie schmerzhaften Blasen, sollte direkt eine Praxis aufgesucht werden.

Mit viel Vorsicht können die Hautpartien angewärmt werden

Kleine Kälteschäden können gut eigenständig behandelt werden. Erstmals ist es wichtig, die Haut langsam zu erwärmen. Dazu eignen sich gut Wasserkompressen oder Körnerkissen. Diese sollten durch ein geringes Erhitzen nicht wärmer als 37 bis 39 Grad sein. In der Apotheke oder im Drogeriemarkt gibt es zudem „Protect and Repair“ Cremes, die bei kleinen Schäden schnell Linderung bringen.

Die Apotheke des Vetrauens kann bei der Ersteinschätzung unterstützen

Bei offenen Haustellen hilft eine Beratung in der Apotheke des Vertrauens. Das Team dort kann bei einer Ersteinschätzung beratend zur Seite stehen. Wichtig ist, dass bei Verschlimmerungen oder bei keiner Besserung ein Gang zum Arzt oder zur Ärztin unabdingbar wird.

Spezielle Cremes helfen die sensible Haut zu schützen

Unsere Gesichtshaut können wir besonders gut im Vorfeld schützen. Da gibt es inzwischen viele Produkte in Drogeriemärkten. Ebenfalls bieten einige Mützenhersteller sehr warme Varianten an, die zusätzlich die sensible Gesichtshaut schützen können.

Was passiert bei kleineren Erfrierungen?

Kleine Erfrierungen laufen doch ein wenig ähnlich ab, wie größere Erfrierungen, die meistens entstehen, wenn wir durch einen Unfall oder ähnlichem tatsächlich unterkühlen. Das Wasser in unseren Hautzellen beginnt zu gefrieren und die Blutgefäße verengen sich. Auch können dadurch kleine Blutgerinnsel entstehen. Die Schmerzen und Verfärbungen entstehen genau durch diesen Prozess.

Wer frühzeitig bemerkt, dass er kalte Finger oder Füße hat, kann dem Prozess noch entgegenwirken. Beispielsweise entsteht durch das Aneinanderreiben der Haut eine vermehrte Durchblutung. Auch eine warme Tee- oder Kaffeetasse kann bei einer Pause, dem Körper neue Wärme geben und die Durchblutung unterstützen.

Quellenhinweise

Apotheken-Umschau.de (2025). Kälteschäden: Wie Sie richtig reagieren. Wer zu lange niedrigen Temperaturen ausgesetzt ist, riskiert eine Erfrierung oder Unterkühlung. Typische Ursachen, was Sie im Ernstfall tun sollten, wie Sie vorbeugen. Hautkrankheiten.

Paal P, Brugger H, Strapazzon G. (2018). Accidental hypothermia. Handb Clin Neurol. 2018;157:547-563.