Es ist bewiesen: Müsli senkt den Cholesterinspiegel

Ein Forschungsteam der Universität Bonn hat Frauen und Männern in einer Studie ausschließlich Haferflocken zum Essen erlaubt. Je nach Tageszeit und Laune konnten die Haferflocken aufgekocht und mit Gemüse oder Obst aufgebessert werden.

Hafer ist ein Wunder-Getreide
Hafer ist ein Wunder-Getreide

Alle Teilnehmenden leiden an dem metabolischen Syndrom. Sie sind also nicht zuckerkrank oder haben dauerhaft starken Bluthochdruck, dennoch leiden sie an Symptomen, die ihre Gesundheit stark beeinflussen.

Eine Gruppe bekam fast nur Hafer für 2 Tage

Für die Studie haben 32 Teilnehmende circa 300 Gramm Haferflocken täglich zu sich genommen. Eine Kontrollgruppe bekam keine Haferflocken und konnte zum Vergleich auf eine kalorienreduzierte Diät zurückgreifen.

Auffallend war bereits nach zwei Tagen, dass der Cholesterinwert bei der Haferkur-Gruppe deutlich gesunken ist.

Hafer ist gut für unsere Gesundheit

Der Hafer hat schon immer eine besondere Bedeutung. Hafer gilt als gesundheitsförderlich. Die Studie konnte aufzeigen, dass Hafer bestimmte Darmbakterien positiv beeinflusst.

„Wir konnten zum Beispiel nachweisen, dass die Darmbakterien durch den Abbau des Hafers phenolische Verbindungen produzieren“, so Autorin der Studie Klümpen.

Die Effekte der zweitägigen Intensivkur waren laut der Forscherinnen und Forscher noch 14 Tage später nachweisbar. Eine weitere Kur mit einer Dauer von sechs Wochen zeigte ähnliche Ergebnisse.

„Eine kurze Haferkur in regelmäßigen Abständen könnte eine gut verträgliche Möglichkeit sein, den Cholesterinspiegel im Norm-Bereich zu halten und einem Diabetes vorzubeugen“, ergänzt Juniorprofessorin Simon.

In der sechswöchigen Kur konnten die Probandinnen und Probanden größtenteils ihre Nahrung selbst wählen. Sie sollten bloß 80 Gramm Hafer pro Tag aufnehmen. So sind die Effekte deutlich geringer als bei der intensiven Methode von zwei Tagen. Es könnte somit besser sein, eine kurze Intensivkur zu starten.

Hafer ist schnell zubereitet - besonders beliebt ist Porridge

Besonders bei dem kalten und nassen Winterwetter ist aufgekochter Hafer mit Obst nicht nur lecker, sondern auch wärmend.

Warme Getränke und Speise sind im Winter doppelt gut
Warme Getränke und Speise sind im Winter doppelt gut

Der sogenannte Porridge ist leicht herzustellen und kann mit vielen Obstsorten gemischt werden. Das Basisrezept für Porridge ist ganz einfach. Passend zur Jahreszeit können gut Äpfel oder Birnen hinzugenommen werden.

  • 60 g Feine Haferflocken
  • ¼ TL gemahlener Zimt, plus etwas zum Bestreuen
  • 300 ml Milch, Milchalternative oder Wasser bzw. halb/halb
  • 1 reife mittelgroße Birne
  • Nach Belieben: ein wenig Zitronensaft

Die Haferflocken und Zimt mit der Flüssigkeit in einen Topf geben und bei mittlerer Hitze unter ständigem Rühren 4–5 Minuten kochen, bis die Flocken cremig werden. Bevor es zu heiß wird, am besten direkt in zwei Schalen füllen.


Die Birne grob reiben und auf den Haferbrei geben. Mit Zitronensaft beträufeln und mit einer Prise Zimt bestreuen.

Quellenhinweise

BBC.co.uk (2026). Cinnamon porridge with grated pear. Porridge recipes. Dishes. Recipes.

Klümpen, L., Mantri, A., Philipps, M. et al. (2026). Cholesterol-lowering effects of oats induced by microbially produced phenolic metabolites in metabolic syndrome: a randomized controlled trial, Nature Communications.