Aufklärung in jungen Jahren und mehr Prävention können fast 4 von 10 Krebserkrankungen verhindern
Eine Krebserkrankung ist weltweit weiterhin eine der häufigsten Todesursachen. Viele Faktoren, die das Risiko für Krebs erhöhen, haben wir tatsächlich selbst in der Hand. Das internationale Forschungsteam hat Daten aus dem Jahr 2022 ausgewertet.

Das internationale Team hat so bestimmte Faktoren herausgestellt, die das Risiko einer Erkrankung erhöhen können.
Prävention kann die Fallzahl deutlich senken
Darunter fallen insgesamt dreißig verschiedene Faktoren: Tabakkonsum, Alkoholkonsum, ein hoher Body-Mass-Index, wenige oder unzureichende körperliche Aktivität, rauchloser Tabak und Arekanuss, Luftverschmutzung, ultraviolette Strahlung, neun Infektionserreger und dreizehn verschiedene Formen der beruflichen Expositionen, die Krebs befördern können.
Besonders auffällig ist, dass besonders Rauchen für mehr als 15 Prozent der weltweiten Krebserkrankungen verantwortlich ist.
15 Prozent der Krebserkrankungen können durch das Rauchen kommen
Bei Männern waren strenggenommen sogar fast ein Viertel der Erkrankten zuvor Raucher. Laut der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen e.V. sind etwas mehr als ein fünftel der deutschen Bevölkerung Raucherinnen und Raucher, die im Schnitt täglich um die 20 Zigaretten rauchen.
Weitere Risikofaktoren sind jedoch auch Infektionen und bestimmte Erreger. So kann beispielsweise eine Infektion mit dem Humanen Papillomvirus Gebärmutterhalskrebs verursachen. Mit einer HPV-Impfung können junge Frauen hier gezielt entgegenwirken.
Auch Impfungen schützen vor Krebserkrankungen
Die Impfung kann vom Kinder-, Hausarzt oder der Frauenärztin durchgeführt werden und ist kostenlos.

Auch eine Infektion mit Helicobacter pylori kann bei Frauen und Männern das Risiko für Magenkrebs erhöhen. Helicobacter pylori ist ein Bakterium, welches für Magenschleimhautentzündungen und dauerhafte Reizzustände im Magen verantwortlich sein kann.
Ein Besuch beim Hausarzt ist gezielte Prävention
Wer beispielsweise viel aufstoßen muss und stellenweise zu Oberbauchschmerzen neigt oder unter Sodbrennen leidet, sollte mit einem Termin in der Hausarztpraxis einen kurzen Check-Up auf das Bakterium durchführen lassen.
Nicht zuletzt ist ein weiteres beeinflussbares Risiko der Alkoholkonsum. Laut der Studie können circa drei Prozent der Erkrankungen mit einem erhöhten Alkoholkonsum in Verbindung stehen.
Alkohol ist besonders für Brust-, Leber- und Speiseröhrenkrebs verantwortlich. Viele Fachverbände und auch die Kassenärztliche Vereinigung fordern daher mehr Prävention und Aufklärung.
Quellenhinweise
Der Standard.at. (2026). Wodurch fast vier von zehn Krebsfällen vermeidbar wären. Unterschätzte Prävention. Mensch. Wissenschaft.
Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen e.V. (2026). Tabak und Nikotin - Zahlen, Daten, Fakten. Nikotin. Süchte.
Fink H, Langselius O, Vignat J, et al. (2026). Global and regional cancer burden attributable to modifiable risk factors to inform prevention. Nature Medicine.