Wochenendwetter-Knüller: Bis zu 25 Grad und Karlsruhe wird zum Wärmepol – während Deutschland im Wetterchaos steckt
Der Wochenendwetter-Knüller findet im Südwesten statt. Während der Norden noch mit Regen und kämpft, dreht der Südwesten auf: In Baden-Württemberg steigen die Temperaturen bis 25 Grad – mit Karlsruhe als 'Wärme-Spitzenreiter'.

Der Südwesten Deutschlands rückt am Wochenende in den Mittelpunkt der Wetterentwicklung. Besonders in Baden-Württemberg deutet sich eine ungewöhnlich milde Phase an – mit Karlsruhe als möglichem Temperatur-Spitzenreiter.
Nach aktuellen Rechnungen des deutschen ICON-Wettermodell sind dort am Samstag Höchstwerte zwischen 23 und lokal bis zu 25 Grad an versiert.
Damit kratzt die Region nicht nur an der meteorologischen Sommerschwelle, sondern setzt sich deutlich vom Rest des Landes ab. Denn auf Rügen zum Beispiel, man glaubt es kaum, nicht mal die 10 Grad Marke geknackt wird.
Ein Land- zwei Wetter mit 15 Grad Unterschied
Während sich am Oberrhein fast schon frühsommerliche Bedingungen einstellen, zeigt sich das Wetter in anderen Landesteilen deutlich zurückhaltender:
- Nordosten: oft nur 7 bis 13 Grad
- Küstenregionen: um 10 Grad
- Mitte: wechselhaft und kühler
Diese Temperaturunterschiede sind Ausdruck einer blockierten Großwetterlage, die warme und kalte Luftmassen gleichzeitig über Deutschland festhält.
Was passiert über den Köpfen in Deutschland in der Atmosphäre?
Wegen einem Tief über Frankreich und einem Tiefdruckkomplex über Afrika gibt es eine Luftmassenzirkulation, die die warme Luft aus aus Tunesien über das Mittelmeer und schließlich über Frankreich bis nach Baden Württemberg schleust.
Eine Warmluft-Abschirmung durch ein blockierendes Skandihoch deckelt quasi den Nordosten Deutschlands und die Kaltluft hat in diesen Regionen weiterhin bestand.
Syoptische Analyse der 850-hPa-Temperaturen über Deutschland
Am Samstag liegen die 850-hPa-Temperaturen über Deutschland stark kontrastiert: Im Südwesten werden mit teils +8 bis +12 °C deutlich milde Luftmassen advehiert, während im Norden und Osten weiterhin nur etwa 0 bis +4 °C in der Höhe anliegen.
Damit ergibt sich ein markanter Temperaturgradient, der die deutlichen Unterschiede zwischen frühsommerlich warmem Südwesten und deutlich kühlerem Nordosten synoptisch unterstreicht.

Viele Wolken und nass wird es auch
Im weiteren Verlauf des Wochenendes verlagert sich eine Front mit gebietsweisem Regen zunehmend auch in den Süden. Ursache ist die von Westen heranführende Tiefdruckzone, deren Ausläufer feuchtere und instabil geschichtete Luftmassen nach Baden-Württemberg lenken.
Entlang dieser Front kommt es zu anhaltender Bewölkungsverdichtung und zeitweiligem schauerartigem Regen.
An den Alpen staut sich die feuchte Luft zusätzlich an der orographischen Barriere, wodurch der Niederschlag im Lee länger bestehen bleibt.
Im übrigen Land lockern die Wolken dagegen zeitweise auf, und es entstehen freundlichere Abschnitte.
In der Nacht zum Sonntag greift diese dann weiter nord- und ostwärts aus und sorgt erneut für verbreitet einsetzenden Regen im Süden Deutschlands. Die Mischfront verlagert sich am Sonntag nur langsam und sorgt dadurch für Unbeständigkeit im Vorhersagegebiet.
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