Wo steckt der Sommer?

Was für ein Bibber-Mai. Der Monat ist derzeit zu kühl und zu trüb. Zudem ist es in vielen Regionen zu nass. Wo steckt eigentlich der Sommer? Im Mai 2018 gab es bereits 30 Grad und Badewetter.

Johannes Habermehl Johannes Habermehl 22 Mai 2019 - 03:00 UTC
Sommer gesucht
Wo steckt der Sommer? Der Mai ist dieses Jahr in Deutschland sehr kühl, trüb und nass.

Freibadfans haben in diesem Mai wirklich Pech. Noch mehr Pech haben die Freibadbetreiber. Im vergangenen Mai konnten sie Rekordeinnahmen verbuchen. Es war extrem trocken und sehr warm. Sogar die 30-Grad-Marke fiel mehrmals. Das haben sich die Menschen gemerkt und daher finden sie den Mai in diesem Jahr wirklich übel. Aber auch die nackten Zahlen zeigen, dass der Mai 2019 bisher wirklich unterirdisch war.

Die Temperaturen liegen bisher 2,4 Grad unter dem langjährigen Klimamittel. Die Sonne hat ihr Soll erst zu 50 Prozent erfüllt, dabei sind wir bereits beim 22. Mai angekommen. Das bedeutet, dass der Monat viel zu trüb ist. Das Regensoll ist bereits heute zu fast 100 Prozent erfüllt. In vielen Regionen ist der Mai viel zu nass. Die wirklich trockenen Gegenden sind in der Minderheit.

Kein Vergleich zu Mai 2018

Lange war ja darüber spekuliert worden, ob sich das aktuelle Wetterjahr ähnlich wie 2018 entwickeln würde. Allerdings deutet der Mai schon mal nicht darauf hin. Der Mai vergangenen Jahres war sehr trocken und warm. Der aktuelle Mai ist das genaue Gegenteil. Letztes Jahr gab es überwiegend hohen Luftdruck, in den vergangenen Tagen gab es überwiegend tiefen Luftdruck. Das nasse Wetter geht auch heute am Mittwoch erstmal weiter. Der Sommer ist weit und breit nicht zu sehen, auch nicht in anderen Teilen Europas.

Kühler Mai 2019
Der Mai ist in diesem Jahr besonders kühl. Selbst in Teilen Afrikas ist der Mai kälter als üblich.

Selbst in Spanien und Italien werden in den kommenden Tagen kaum mehr als 25 Grad gemessen. Von 30 Grad und mehr ist man dann auch dort weit entfernt. Die Regenfälle haben zeitweise auch den Mittelmeerraum getroffen. Die warme Höhenluft war vor ein paar Tagen mal kurzzeitig bis auf die Iberische Halbinsel vorgestoßen, hat sich aber aktuell aus nahezu ganz Europa verabschiedet. Hitze findet man erst wieder über Nordafrika.

Der Frühsommer ist bis Monatsende auf Tauchstationen

Die kommenden Tage werden zwar deutlich weniger Regen bringen, aber ab Freitag gibt es zumindest wieder lokale Schauer. Der schönste Tag der Woche dürfte der morgige Donnerstag werden. Dieser bringt den meisten Landesteilen trockenes Wetter. Besonders im Westen und Südwesten zeigt sich auch mal die Sonne. Die Höchstwerte erreichen 17 bis 24 Grad. Am Rhein können lokal auch mal bis zu 25 Grad erreicht werden.

Auch der Freitag bringt stellenweise nochmal Höchstwerte bis 25 Grad, aber eben nur ganz vereinzelt. Flächendeckend werden mehrheitlich 15 bis 23 Grad erwartet. Im Tagesverlauf bilden sich dann schon wieder einzelne Schauer und Gewitter. Auch am Wochenende geht es wechselhaft weiter. Mal scheint die Sonne, mal ziehen Wolken mit Schauern und Gewitter vorbei. Mehr als 12 bis 22 Grad sind nicht drin. Besonders kühl wird es im Norden sein.

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