Winterdurchbruch oder Winterflop?

Die Sibirienkälte bleibt aus. In den kommenden Tagen ist es ein ständiges hin und her zwischen Winter- und Matschwetter. Kommt die Kälte näher, bleibt es meist trocken. Kommt Niederschlag auf, wird es schnell milder. So echtes Winterwetter mit Schneedecke und Dauerfrost hat es weiter schwer.

Johannes Habermehl Johannes Habermehl 23 Jan 2019 - 05:00 UTC
Matschwetter
In den kommenden Tagen ist es in den Niederungen ein ständiges hin und her zwischen Dauerfrost und milden Temperaturen.

Der Sibirienwinter der unter anderem vom Deutschen Wetterdienst in Form einer vierwöchigen Dauerfrostphase angekündigt worden ist, ist bisher ausgeblieben und ist auch in den nächsten Tagen nicht in Sicht. Wir erleben für die Jahreszeit total normales Winterwetter. Weder deutlich zu kalt, noch zu mild. Man könnte auch sagen: Nicht Fisch, nicht Fleisch.

Schaut man sich am Mittwochmorgen die beiden führenden Wettermodelle GFS (US-Wetterdienst) und ECMWF (europäischer Wetterdienst) an, dann ist man in Sachen Winterwetter spätestens ab dem dritten Vorhersagetag ziemlich ratlos. Der US-Wetterdienst sieht am Wochenende nun wieder leichten Dauerfrost. der europäische Wetterdienst setzt dagegen auf eine Milderung mit Matschwetter in den Niederungen und Werte bis 4 oder 5 Grad über dem Gefrierpunkt.

Normales Winterwetter, keine Sibirienkälte

Unterm Strich geht es in den nächsten Tagen winterlich weiter. In den Niederungen wird es aber meist auf typisches Matschwetter hinauslaufen. Ab und zu schaffen es mal ein paar Flocken bis ganz runter. Doch eine Schneedecke die längere Zeit liegen bleibt, wird kaum zustande kommen. Dafür ist es einfach zu mild. In den Niederungen liegen die Höchstwerte am Wochenende immer um den Gefrierpunkt, mir einem kleinen Hang zu leicht positiven Werten.

Wetter am Sonntag
Schnee, Schneeregen und Regen wechseln sich ab. Eine dauerhafte Schneedecke ist in den Niederungen nicht in Sicht.

Besonders im Nordwesten sind dabei so 2 bis 3 Grad über Null drin. So sieht es zumindest das europäische Wettermodell. Das US-Wettermodell sieht dagegen trockenes Winterwetter mit leichtem Dauerfrost am Tag. Fazit: So wirklich schlau wird man derzeit nicht, wie das Wetter ab dem vierten Tag werden wird. Beschränken wir und daher besser nur auf die ersten 72 Stunden.

Bis einschließlich Freitag meist ruhiges Winterwetter

Am Mittwoch fällt im Südwesten noch etwas Schnee. Das Schneefallgebiet kommt aber nicht über eine Linie Saarland-Essen hinaus. Es sind auch maximal nur 1 bis 3 cm Schneefall drin. Im Rest des Landes ist es mal sonnig, mal grau. Im Bayerischen Wald fällt stellenweise auch etwas Schnee. Die Höchstwerte erreichen am Nachmittag minus 5 bis plus 2 Grad. Am Donnerstag klettern die Höchstwerte auf minus 5 bis plus 1 Grad. Im Süden dominieren die Wolken. Stellenweise kann es südlich der Donau etwas Schneegriesel geben.

Am Freitag gibt es beim Wetter keine große Änderung. Sonne und Wolken wechseln sich ab. Die Temperaturen ändern sich mit minus 4 bis plus 2 Grad kaum. Zum Wochenende ist wie eingangs beschrieben noch alles offen. Entweder trockenes Wetter mit Dauerfrost oder nass-kaltes Wetter mit Schneeregen, Schnee und Regen bei Temperaturen von leicht über dem Gefrierpunkt. Lassen wir uns überraschen. Wir halten Euch auf dem Laufenden.

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