Wetterforscher sicher: "Das ist der heftigste Wintereinbruch des aktuellen Winters" Doch das war erst der Anfang!

Schneetief, Eisregen und neue Modelldaten lassen aufhorchen. Meteorologen warnen: Der Winter könnte sich festsetzen – mit drastischen Folgen bis weit in den Februar.
Deutschland steckt mitten in einer heftigen Winterwetterphase. Ein aktives Schneetief bringt verbreitet Schneefall, Eisregen und extreme Glätte. Besonders in der Mitte und im Osten sorgen gefrierender Regen und überfrierende Nässe für chaotische Verkehrsverhältnisse. Straßen werden spiegelglatt, Züge fallen aus, Autofahrer bleiben stecken.
Der Deutsche Wetterdienst warnt vor einer erhöhten Unfallgefahr, vor allem in den Morgen- und Abendstunden. In einigen Regionen reichen die Warnstufen bis in den Unwetterbereich. Der Winter zeigt damit schon jetzt, dass er nicht nur kurz vorbeischaut, sondern mit Nachdruck zurück ist.
Eisregen als größte Gefahr
Besonders tückisch ist die aktuelle Eisregenlage. Sie entsteht dort, wo milde Luft in der Höhe auf bodennahen Frost trifft. Regen gefriert sofort auf Straßen, Brücken und Gehwegen. Schon wenige Millimeter Eis reichen aus, um komplette Verkehrssysteme lahmzulegen.
Experten sprechen von einer der gefährlichsten Winterwetterlagen überhaupt. Auch Stromleitungen und Bäume können unter der Eisschicht leiden. Kommunen stoßen beim Streuen schnell an ihre Grenzen. Für viele Regionen gilt deshalb: Nicht notwendige Fahrten vermeiden und Warnungen ernst nehmen.
Neue Modelle: Kälte bleibt – und verschärft sich
Doch das eigentliche Warnsignal kommt aus den neuesten Wettermodellen. Sie zeigen übereinstimmend: Die kalte Witterung könnte sich dauerhaft festsetzen. Statt eines baldigen Tauwetters rechnen Meteorologen mit weiteren Schneefällen und neuen Eisregenlagen.
Die Temperaturen bleiben dabei oft unter dem Gefrierpunkt, selbst tagsüber. Besonders brisant ist, dass sich die Niederschläge staffelartig wiederholen könnten. Das bedeutet: Schnee auf Schnee, dazwischen immer wieder Glatteis. Eine klassische Entlastungslage ist vorerst nicht in Sicht.
Der Polarwirbel wankt
Ein zentrales Stichwort dabei ist der Polarwirbel. Mehrere führende Wettermodelle deuten auf eine massive Schwächung oder sogar einen Kollaps hin. Der Polarwirbel wirkt normalerweise wie ein Schutzschild, der die eisige Polarluft zusammenhält.

Bricht er zusammen, kann arktische Kaltluft ungebremst nach Europa strömen. Genau dieses Szenario zeichnet sich derzeit ab. Die Folge wären langanhaltende Frostphasen, wiederholte Schneefälle und eine hohe Wahrscheinlichkeit für weitere extreme Glättelagen.
Februar als Gefriertruhe
Sollte sich dieses Muster bestätigen, droht dem Februar ein Ruf als „Gefriertruhe“. Statt wechselhaftem Winterwetter könnten blockierende Hoch- und Tiefdrucklagen Deutschland tagelang in kalter Luft festhalten. Meteorologen warnen vor Dauerfrost, auch im Flachland. Seen könnten zufrieren, Schneedecken liegen bleiben, Räumdienste am Limit arbeiten. Besonders betroffen wären Pendler, der Lieferverkehr und sensible Infrastrukturen. Der Winter würde dann nicht nur bleiben, sondern erst richtig loslegen.

Was jetzt zählt
Noch handelt es sich um Prognosen, doch die Modellübereinstimmung ist auffällig hoch. Das erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass sich die winterliche Großwetterlage tatsächlich verfestigt. Für Bevölkerung und Behörden heißt das: Vorbereitung statt Verharmlosung. Warnungen verfolgen, Vorräte prüfen, Reisen realistisch planen. Klar ist schon jetzt: Deutschland steht vor einer kritischen Winterphase, die weit über ein gewöhnliches Schneewochenende hinausgehen könnte. Der Februar rückt näher – und mit ihm ein Winter, der ernst gemacht hat.