Vb-artiges Schneetief bringt 20 cm Schnee! Experte Habermehl sicher: "Diese Wetterlage bringt uns den Winter zurück"
Zum Wochenstart deutet sich eine markante Wetterumstellung an. Eine besondere Tiefdruckkonstellation könnte regional kräftigen Schneefall bringen.

Zum Beginn der neuen Woche richtet sich der Blick der Meteorologen auf eine außergewöhnliche Großwetterlage über Mitteleuropa. Aktuelle Modellrechnungen zeigen die Entwicklung eines kompakten Tiefdrucksystems, das seinen Ursprung im nördlichen Mittelmeerraum hat. Von dort aus soll es nordostwärts ziehen und dabei feuchte Luftmassen mitführen.
Entscheidend ist weniger die Stärke des Tiefs selbst, sondern vor allem seine Zugbahn, die für winterliche Überraschungen bekannt ist. Gerade in der kalten Jahreszeit können solche Konstellationen erhebliche Auswirkungen haben – insbesondere in Regionen, die bislang nur wenig Schnee gesehen haben.
Warum die Zugbahn entscheidend ist
In der Meteorologie sind bestimmte Tiefdruckrouten seit Jahrzehnten bekannt und dokumentiert. Besonders relevant ist hier eine Bahn, die von Norditalien über die Alpen hinweg nach Ostmitteleuropa führt. Solche Systeme transportieren feuchte Mittelmeerluft, die beim Aufgleiten auf kältere Luftmassen intensiven Niederschlag auslöst.
Trifft diese Feuchtigkeit auf ausreichend kalte Luft, fällt der Niederschlag als Schnee statt Regen. Genau dieses Zusammenspiel könnte sich in den kommenden Tagen einstellen. Die Erfahrung zeigt: Diese Wetterlagen sind schwer exakt vorherzusagen, haben aber ein hohes Potenzial für markante Ereignisse.
Diese Regionen stehen besonders im Fokus
Nach derzeitigem Stand könnten vor allem die östlichen Landesteile Deutschlands betroffen sein. Von Niederbayern über Teile Frankens bis nach Sachsen steigt die Wahrscheinlichkeit für anhaltenden Schneefall deutlich an. Der kritische Zeitraum beginnt voraussichtlich am Sonntagabend und reicht bis in den Dienstagmorgen hinein. In dieser Phase könnte es immer wieder zu Schneeschauern kommen, teils auch länger anhaltend. Besonders in höher gelegenen Regionen steigt das Risiko für winterliche Verkehrsbehinderungen.
Wie viel Schnee ist realistisch
Die Spanne der möglichen Schneemengen ist derzeit noch groß. Einige Modellläufe deuten auf 10 Zentimeter Neuschnee, andere auf lokal sogar bis zu 20 Zentimeter hin. Solche Unterschiede sind typisch, da kleine Abweichungen in Temperatur oder Zugbahn große Auswirkungen haben können.

Entscheidend wird sein, wie lange sich das Tief über dem Alpenraum hält und wie intensiv der Feuchtenachschub ausfällt. Klar ist jedoch: Sollte sich das Szenario bestätigen, wäre dies für viele Regionen der kräftigste Schneefall seit Wochen.
Warum Prognosen noch unsicher sind
Trotz moderner Rechenmodelle bleibt diese Wetterlage mit Unsicherheiten behaftet. Schon geringe Verschiebungen im Verlauf des Tiefs können darüber entscheiden, ob eine Region tief verschneit wird oder kaum etwas abbekommt.
Auch die Temperaturverteilung in Bodennähe spielt eine zentrale Rolle. Liegt sie nur knapp über dem Gefrierpunkt, kann aus Schnee rasch Schneeregen werden. Meteorologen beobachten daher die Entwicklung der kommenden Tage sehr genau und passen ihre Einschätzungen laufend an.
Was jetzt wichtig ist
Noch ist Geduld gefragt. Fest steht jedoch: Die kommende Woche könnte vielerorts winterlicher starten als zuletzt erwartet. Wer in den potenziell betroffenen Regionen unterwegs ist, sollte die aktuellen Wetterwarnungen im Blick behalten und sich auf mögliche Einschränkungen einstellen. Ob es am Ende ein flächendeckendes Schneeereignis oder nur ein regionales Winterintermezzo wird, entscheidet sich kurzfristig. Sicher ist nur: Diese Wetterlage hat das Potenzial, für Gesprächsstoff zu sorgen.