Wetterforscher schlägt Alarm: „Sturzflut-Gefahr!" Hitze-Rekord futsch – jetzt rollt der Unwetter-Hammer an!

Erst Hitze-Rekord, dann der Wetter-Knall! Hamburg knackt mit 28,1 Grad einen 64 Jahre alten Mai-Rekord. Doch ab Sonntag kippt's brachial: Unwetter, Starkregen bis 60 Liter und Sturzflut-Gefahr.

Was für ein Hammer-Auftakt ins lange Mai-Wochenende! Schon der 1. Mai war der bis dato wärmste Tag des Jahres – doch der 2. Mai legt nochmal eins drauf. Die Messstation Hamburg-Neuwiedenthal hat heute um 13:10 Uhr satte 28,1 Grad gemeldet und damit den alten Rekord vom 2. Mai 2005 (28,0 Grad) geknackt.

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Es ist der wärmste 2. Mai in Hamburg seit Messbeginn 1962. Bundesweit war Waghäusel-Kirrlach in Baden-Württemberg mit 28,4 Grad Tagessieger. Auch Boizenburg (MV) und Wendisch Evern (NI) sprangen über die 28-Grad-Marke. Schuld am Frühsommer-Feuerwerk: ein knallstarkes Omegahoch, das warme Luft aus Südwesten heranschaufelt.

Sonntag: Letzter Sommergruß, dann kippt's brachial

Wer das Wochenende noch genießen will, sollte Sonntagvormittag raus. Denn von Westen rückt bereits ein Tiefausl��ufer ran. Im Westen und Südwesten gehen am Nachmittag und Abend die ersten kräftigen Schauer und Gewitter nieder, lokal mit Hagel und stürmischen Böen bis 70 km/h. Im Osten klettern die Werte nochmal auf bis zu 26 Grad – ein letzter Sommergruß, bevor es richtig kracht.

Montag bis Mittwoch: Süden im Sturzflut-Modus

Ab Montag dreht das Wetter komplett. Eine Schauer- und Gewitterlinie schiebt sich quer über Deutschland. Richtig brisant wird's Dienstag und Mittwoch: Das Tief dreht sich südlich der Linie Köln–Berlin quasi-stationär ein – meteorologisch die übelste Kombi, die man sich vorstellen kann.

Bis Freitag ist in Deutschland regional viel Regen in Sicht.
Bis Freitag ist in Deutschland regional viel Regen in Sicht.

Schwerpunkt: Baden-Württemberg und Bayern. In den Stauregionen am Schwarzwald, Alpenvorland und an den Alpen sind 40 bis 60 Liter pro Quadratmeter binnen 24 Stunden drin, lokal auch jenseits der 80er-Marke. Aber auch weiter nördlich – über Hessen, Rheinland-Pfalz, dem südlichen NRW und Teilen Thüringens – sind örtlich kräftige Gewitter mit Starkregen möglich.

Sturzfluten und vollgelaufene Keller – die DWD-Warnungen kommen

Klingt erstmal nicht weltbewegend? Falsch gedacht. Auf den nach dem extrem trockenen April knochenharten Böden versickert davon fast nichts. Das Wasser läuft oberflächlich ab – Sturzfluten in Hanglagen, vollgelaufene Keller, überflutete Straßen sind regional hoch wahrscheinlich.

Der DWD wird hier mit ziemlicher Sicherheit unwetterartige Warnungen rausgeben. Dazu rauschen die Temperaturen von 25 Grad auf frische 10 bis 15 Grad runter, im Süden bei Dauerregen punktuell sogar einstellig.

Beendet der Regen die Mega-Dürre? Leider nein

Und jetzt die schlechte Nachricht für alle Garten- und Landwirtschaftsfans: Auch 60 Liter spülen die monatelange Trockenheit nicht weg. Der April brachte deutschlandweit nur magere 25 Liter pro Quadratmeter – erbärmliche 41 Prozent vom Soll. Der Regen kommt also punktuell und vor allem dort, wo er am wenigsten hilft: als Sturzflut auf knochentrockenes Land.

Echte Tiefenfeuchte für Wälder, Felder und Grundwasser? Fehlanzeige. Ab Donnerstag beruhigt sich die Lage, von Westen schiebt sich wieder Hochdruck ran. Die Eisheiligen vom 11. bis 15. Mai werden nach aktuellen Modellen sogar mild – Frost ist eher unwahrscheinlich.

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