Sie lieben Kunst, Klippen, Monet und das Meer? Dann sollten Sie sich diese Orte anschauen

Kreidefelsen, ein weltberühmter Klosterberg und der Impressionismus zählen zu den zahlreichen Trümpfen der Normandie. Wer sommerlichen Trubel lieber meidet, kann die Highlights auch in Ruhe genießen. Drei Tipps.

Die Küste bei Étretat zählt im Sommer zu den meistbesuchten Orten in der Normandie. Foto: Adobe Stock
Die Küste bei Étretat zählt im Sommer zu den meistbesuchten Orten in der Normandie. Foto: Adobe Stock

Die Kreidefelsen an der normannischen Alabasterküste möchten viele gerne mindestens einmal im Leben sehen. Denn der Blick auf die imposanten weißen Felsen ist vom Land wie vom Meer aus sehr eindrucksvoll.

Fécamp statt Étretat: Allein mit den Kreidefelsen

Die meisten Reisenden zieht es nach Étretat, um die berühmte Felsformation „L’aiguille“ – die Nadel – zu sehen. Entspannter geht es indes im nur 30 Minuten entfernten Fécamp zu. Hier erlebt man bei einem Spaziergang auf der Strandpromenade statt Menschenmengen den ruhigen Charme eines von Fischerei geprägten und an beiden Seiten von Kreidefelsen eingefassten Küstenorts.

Die beste Aussicht bietet das Fischereimuseum, von dessen oberster Etage sich ein spektakulärer Panoramablick über die Felsen und den Hafen öffnet.

Le Havre statt Giverny: Impressionismus und Moderne

Der Impressionismus ist untrennbar mit der Normandie verbunden. Eines der größten Highlights für Kunst- und Garten-Fans ist Giverny, wo Claude Monet in seinem Garten die berühmten Seerosen-Bilder malte.

Der große Maler ließ sich jedoch nicht nur von seinem Seerosenteich inspirieren. Denn alles begann in Le Havre. Hier malte Monet 1872 am Hafen das Gemälde „Impression, Sonnenaufgang“, wovon sich der Begriff „Impressionismus“ ableitet – eine der berühmtesten Epochen der Malerei nahm ihren Ausgang.

Architektur der Moderne am Meer

Viele Spuren des Impressionismus und seiner berühmtesten Vertreter finden sich in Le Havre, wiewohl die Stadt im Zweiten Weltkrieg fast völlig zerstört wurde. Ihre minimalistischen, funktionalen Nachkriegsbauten zählt die UNESCO zum Weltkulturerbe.

Stadtrundgänge führen zu den Orten, die die impressionistischen Malern inspirierten, viele ihrer Werke hängen im Musée d’Art Moderne André Malraux. Sonnenaufgang und Abendstimmung am Meer zeigen, warum der von Licht und Farben geprägte Impressionismus ausgerechnet hier entstanden ist.

Der Mont Saint-Michel aus neuer Perspektive

Das berühmteste Monument der Normandie ist der Mont Saint-Michel. Zu erreichen ist der Klosterberg zu Fuß oder per Shuttlebus. Alternative: Bei Ebbe ist er durchs Watt in etwa drei Stunden zu erreichen.

Allerdings sollte man sich auf keinen Fall allein in die Bucht wagen, sondern nur mit einem Guide, der mit den Gezeiten in der Bucht des Mont Saint-Michel vertraut ist und auch die Priele in der Bucht genau kennt.

Bei der Barfußwanderung durch den Schlick geht es mitunter oberschenkeltief durchs Wasser in Richtung Zauberberg. Nebenbei erfahren Wattwanderer jede Menge über Vogelwelt, Meeresbewohner, Gezeiten und die Geschichte des Mont Saint-Michel - ein unvergessliches Erlebnis abseits der Menschenmengen.

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