Die ESA bereitet den Start einer Sonde vor, die auf einen Asteroiden zusteuert

Im April 2029 wird ein Asteroid sehr nahe an unserem Planeten vorbeifliegen, was der Europäischen Weltraumorganisation die Möglichkeit bietet, ihn dank des Starts einer Sonde, die auf ihn zusteuert, eingehend zu untersuchen.

Am 13. April 2029 wird Apophis in einer Entfernung von nur 31.600 km an der Erdoberfläche vorbeifliegen!
Am 13. April 2029 wird Apophis in einer Entfernung von nur 31.600 km an der Erdoberfläche vorbeifliegen!

Die Europäische Weltraumorganisation wird den Vorbeiflug des Asteroiden im April 2029 in einer Entfernung von nur einigen Zehntausend Kilometern von der Erde nutzen, um eine Sonde dorthin zu entsenden, damit Wissenschaftler unsere Fähigkeiten zur planetarischen Verteidigung testen und gleichzeitig dieses Himmelsobjekt untersuchen können.

Ein sehr naher Vorbeiflug an unserem Planeten

Der Asteroid Apophis wurde 2004 entdeckt und galt lange Zeit sowohl bei Astronomen als auch in der Öffentlichkeit als echte Bedrohung für die Erde. Tatsächlich ergaben erste Berechnungen der NASA nach seiner Entdeckung, dass am 13. April 2029 ein erhebliches Risiko eines Zusammenstoßes mit der Erde bestand, mit einer Wahrscheinlichkeit von eins zu 37.

Dieses Himmelsobjekt mit einem Durchmesser von 330 Metern und einem Gewicht zwischen 40 und 50 Millionen Tonnen könnte auf unserem Planeten schwere Schäden anrichten. Tatsächlich würde sein Aufprall genug Energie freisetzen, um Zerstörungen im landesweiten Ausmaß zu verursachen und eine ganze Region zu verwüsten. Glücklicherweise schlossen weitere Berechnungen, die zwischen 2011 und 2013 durchgeführt wurden, das Risiko einer Kollision mit unserem Planeten letztendlich aus.

Dennoch wird der Asteroid in drei Jahren extrem nah an der Erdoberfläche vorbeifliegen. Am 13. April 2029 wird Apophis in einer Entfernung von nur 31.600 km an unserem Planeten vorbeischrammen – das entspricht etwa einem Zehntel der Entfernung zwischen Erde und Mond und ist sogar noch näher als unsere geostationären Telekommunikationssatelliten.

Tatsächlich wird der Asteroid so nah an der Erde vorbeifliegen, dass er mit bloßem Auge zu sehen sein wird. In dieser Nacht werden zwei Milliarden Menschen in Europa, Afrika und Asien einen hellen Lichtpunkt beobachten können, der über den Nachthimmel zieht – ein außergewöhnliches Ereignis, das man sich nicht entgehen lassen sollte!

Das ist die Ramses-Sonde

Auch die Europäische Weltraumorganisation (ESA) wird sich dieses himmlische Ereignis nicht entgehen lassen. Sie plant nämlich den Start der Sonde „Ramses“ (Rapid Apophis Mission for SpacE Safety), die sich dem Asteroiden nähern soll – ein Raumfahrzeug, das in den nächsten Jahren in Rekordzeit zusammengebaut werden soll.

Die Hauptsonde dieser Mission wird zwei 12 kg schwere Minisatelliten (CubeSats) an Bord haben. Der erste wird die innere Struktur des Asteroiden mithilfe von Niederfrequenzradar kartieren, während der zweite auf der Oberfläche von Apophis landen wird, um dort einen Seismographen zu platzieren. Die Mission wird außerdem eine hochauflösende Kamera sowie ein Spektrometer und ein Gravimeter umfassen, um die Dichte des Objekts zu messen.

Diese Instrumente werden nicht nur wissenschaftlichen Zwecken dienen. Durch die Beobachtung, wie der Asteroid auf die Gezeitenkräfte der Erde reagiert, und die genaue Bestimmung seiner Dichte und Struktur wird es möglich sein, die Kraft zu berechnen, die erforderlich ist, um ihn zu treffen und ihn wirksam von seiner Flugbahn abzulenken. Sollte Apophis keine Bedrohung mehr darstellen und daher nicht abgelenkt werden müssen, wird diese Mission als umfassende Übung für zukünftige Himmelsobjekte dienen, die möglicherweise noch gefährlicher sind.

Mit der Sonde „Ramses“ wird Europa den Asteroiden in den sechs Monaten vor, während und nach seiner größten Annäherung an die Erdoberfläche begleiten. Dadurch lassen sich wertvolle Daten über diese Art von erdnahen Asteroiden sammeln, insbesondere darüber, wie sie reagieren, wenn sie so nah an unserem Planeten vorbeifliegen, und gleichzeitig wird die Europäische Weltraumorganisation an die Spitze der Analyse und Erforschung erdnaher Objekte gerückt.

Quellenhinweis:

Apophis 2029: ESA Will Launch the Ramses Probe to Study the Asteroid That Will Pass Extremely Close to Earth, Les Numériques (03/25/2026), Brice Haziza

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