Wetter-Experte alarmiert: „Sturzflut-Gefahr extrem!" Hitze-Rekord platzt – jetzt rollt der Unwetter-Knaller an!

Was für ein Hitze-Wochenende! Berlin-Buch pulverisiert mit 28,7 Grad einen 60 Jahre alten Mai-Rekord. Doch jetzt ist Schluss mit lustig: Ab heute Abend rollt der Unwetter-Knaller mit Sturzflut-Gefahr an!
Was für ein Hammer-Wochenende! Nach dem heißesten 2. Mai der Geschichte in Hamburg legt der Sonntag nochmal nach. Potsdam krallte sich heute mit 29,3 Grad den bundesweiten Tagessieg, dicht gefolgt von Cottbus mit 29,2 Grad und Möckern-Drewitz sowie Jena (Sternwarte) mit jeweils 29,0 Grad.
Und in Berlin gab's dann den Knaller: Berlin-Buch meldete 28,7 Grad und knackte damit den alten Tagesrekord vom 3. Mai 1966 (28,2 Grad). Es ist der wärmste 3. Mai seit Messbeginn 1961! Auch Berlin-Marzahn (28,7 Grad) und Genthin (28,7 Grad) sprangen über die alte Bestmarke. Verantwortlich: ein knallstarkes Omegahoch, das warme Luft aus Südwesten heranschaufelt.
Heute Abend kippt's – erste Gewitter im Westen
Doch die Sommer-Show neigt sich dem Ende zu. Schon heute Nachmittag und Abend gehen im Westen und Nordwesten die ersten kräftigen Schauer und Gewitter runter. Lokal ist mit Hagel, stürmischen Böen bis 80 km/h und Starkregen um 15 Liter pro Quadratmeter zu rechnen.
Bei stärkeren Zellen sind sogar schwere Sturmböen um 90 km/h drin. Im Osten und Südosten – also dort, wo heute die Rekorde fielen – bleibt's bis in den Abend trocken.
Montag bis Mittwoch: Süden geht baden
Ab Montag dreht das Wetter komplett. Eine Schauer- und Gewitterlinie schiebt sich quer über Deutschland. Richtig brisant wird's Dienstag und Mittwoch: Das Tief dreht sich südlich der Linie Köln–Berlin quasi-stationär ein – meteorologisch das übelste Szenario, weil's dann stundenlang über denselben Regionen schüttet. Schwerpunkt: Baden-Württemberg und Bayern
In den Stauregionen am Schwarzwald, Alpenvorland und an den Alpen können 40 bis 60 Liter pro Quadratmeter binnen 24 Stunden runterkommen, lokal auch mehr. Aber auch weiter nördlich – über Hessen, Rheinland-Pfalz, dem südlichen NRW und Teilen Thüringens – sind kräftige Gewitter mit Starkregen drin.
ABER: Modelle wackeln noch – muss nicht überall so kommen
Hand aufs Herz: Solche Lagen sind berüchtigt unzuverlässig in der Vorhersage. Wo genau die Gewitterzellen stehen bleiben, ob's wirklich die Worst-Case-60-Liter werden oder „nur" 20 bis 30 Liter, das entscheidet sich oft erst wenige Stunden vorher.

Manche Region wird voll erwischt, die Nachbarstadt sieht eventuell kaum einen Tropfen. Trotzdem: Die Sturzflut-Gefahr ist real, weil nach dem knochentrockenen April die Böden steinhart sind und das Wasser einfach abläuft. Vollgelaufene Keller, überflutete Straßen – damit muss in den Schwerpunktregionen gerechnet werden.
Beendet der Regen die Mega-Dürre? Eher nicht
Auch 60 Liter spülen die monatelange Trockenheit nicht weg. Der April brachte deutschlandweit nur magere 25 Liter pro Quadratmeter – erbärmliche 41 Prozent vom Soll. Der Regen kommt punktuell und vor allem dort, wo er am wenigsten hilft: als Sturzflut auf knochentrockenes Land. Echte Tiefenfeuchte? Fehlanzeige.
Und danach?
Ab Donnerstag beruhigt sich die Lage, von Westen schiebt sich wieder Hochdruck heran. Die Eisheiligen vom 11. bis 15. Mai werden nach aktuellem Stand sogar mild – Frost? Eher unwahrscheinlich.
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