Wetterforscher schlägt Alarm: Atlantik wie leergefegt – kommt der große Hurrikan-Knall jetzt erst?
Mitten in der Hurrikansaison ist der Atlantik wie leergefegt. Ein Wetterforscher erklärt das unheimliche Phänomen – und warnt: Der große Knall könnte noch bevorstehen. Bis nach Deutschland.

Es ist mitten in der Hurrikansaison – und über dem Atlantik herrscht gähnende Leere. Wer dieser Tage auf die offizielle Sturm-Karte schaut, sieht: nichts. Kein Wirbel, kein Sturmauge, keine bedrohliche Spirale.
Dabei müsste eigentlich längst die heiße Phase laufen. Wetterforscher staunen: Wir erleben den ruhigsten Saisonstart dieses Jahrhunderts – so wenig los war zu diesem Zeitpunkt zuletzt Ende der 1990er-Jahre.
Wo stecken die Hurrikans? Der Forscher zeigt auf einen Klima-Riesen
Die Antwort auf die große Frage „Wo bleiben sie denn?" liegt tausende Kilometer entfernt – im tropischen Pazifik. Dort baut sich gerade El Niño auf, ein gewaltiges Klimaphänomen, das die Sturmbildung im Atlantik regelrecht abwürgt.

Die Wetterforscher erklären: El Niño kurbelt die sogenannte Windscherung an. Vereinfacht gesagt: Starke Höhenwinde zerreißen die jungen Sturmsysteme, bevor sie überhaupt gefährlich werden können. Bisher schafften es nur drei benannte Stürme – allesamt schwach und kurzlebig, zusammen gerade einmal viereinhalb Tage aktiv.
Die nackten Zahlen: So mau fällt die Prognose aus
Auch die Fachleute rechnen mit einem ruhigen Jahr. Die Wetterexperten erwarten für die gesamte Saison nur 7 bis 13 benannte Stürme, davon 2 bis 6 Hurrikane und höchstens 2 schwere Hurrikane.
Die Wahrscheinlichkeit für eine unterdurchschnittliche Saison liegt bei satten 75 Prozent. Für Karibik-Urlauber und die US-Küste klingt das nach Aufatmen – doch Entwarnung geben die Forscher ausdrücklich nicht.
Kommt der Knall jetzt erst? Der Forscher warnt vor dem September
Und genau hier wird es spannend. Denn der Höhepunkt der Saison steht erst noch bevor – klassischerweise in der zweiten Septemberwoche, während der August traditionell der Monat ist, in dem die Aktivität massiv hochfährt.
Die bittere Warnung der Forscher: Es reicht ein einziger Sturm, der auf dicht besiedeltes Küstengebiet trifft, um aus einem ruhigen Jahr eine Katastrophe zu machen. 2025 lieferte den Beweis – Hurrikan „Melissa" fegte mit rund 295 km/h über Jamaika und hinterließ eine Spur der Verwüstung.
„So etwas gab es noch nie": Steuern wir auf einen Rekord-El-Niño zu?
Was diese Saison so besonders macht, ist die schiere Wucht des Klima-Phänomens. Wetterforscher sprechen von einem möglichen Rekord-El-Niño – vielleicht dem stärksten seit einem Vierteljahrtausend, wie ihn kein heute lebender Mensch je erlebt hat.
Ein Experte von Meteored findet dazu ungewöhnlich klare Worte: Man habe noch nie die Vorhersage eines El Niño gehabt, der so stark und so beständig in den Modellen auftauchte. Ein Rekord wäre demnach kaum noch zu verhindern.
Und Deutschland? Warum uns die stille Saison etwas angeht
Klingt weit weg – ist es aber nicht ganz. Direkt trifft El Niño Europa zwar kaum, doch die Fernwirkung kann sich bis zu uns durchschlagen. Forscher sagen: Für Herbst und Frühwinter deuten die Modelle auf mildere, feuchtere und windigere Bedingungen hin, weil Atlantik-Tiefs leichter durchkommen.
Gleichzeitig warnen die Experten: Wird der Polarwirbel gestört, könnte eiskalte Polarluft nach Süden vorstoßen – Kälteeinbrüche und Schnee bis in tiefe Lagen wären möglich. Dazu drohen weltweit Ernteausfälle, die auch bei uns die Preise treiben könnten. Sicher ist derzeit nur eines: Langweilig wird dieser Winter garantiert nicht.