"Der Sommer schlägt zurück!" – Nächste Blockadelage im Anmarsch, im September wird es wieder über 30 Grad

Erst stürzen die Temperaturen ab, dann die Wende: ECMWF und GFS deuten zum September-Start erneut über 30 Grad aus Südwesteuropa an – die nächste Blockadelage steht schon in den Startlöchern.

Der große Hochsommer verabschiedet sich langsam – und doch dreht der Südwesten heute nochmal auf: Am Oberrhein sind an diesem Mittwoch noch einmal knapp 30 Grad drin, bevor die Luftmassengrenze endgültig das Kommando übernimmt. Es ist das letzte warme Aufbäumen vor dem Umschwung.

Sei einer der Ersten, der die neuesten Wetter-Updates erhält, indem Du unserem neuen WhatsApp-Kanal beitrittst. Folge uns und schalte die Benachrichtigungen ein.

Doch keine Sorge: Wer jetzt schon die Sommerklamotten wegräumt, ist deutlich zu voreilig. Der Sommer 2026 hat noch lange nicht fertig – das dicke Comeback bahnt sich schon für den September an.

Skandinavientief drückt die Hitze nach Süden

Verantwortlich für den Umschwung ist ein kräftiges Tief über Skandinavien, das gemeinsam mit einem blockierenden Hoch über dem Atlantik kühlere Luftmassen weit nach Süden lenkt. Die Folge: Schon ab morgen geht es auch im Südwesten mit den Temperaturen spürbar bergab, verbreitet werden dann nur noch 20 bis 27 Grad erreicht.

Wo länger der Regen fällt, bleibt es mit rund 15 Grad sogar richtig frisch. Nach Wochen der Gluthitze fühlt sich das für viele fast wie ein kleiner Frühherbst an – auch wenn das nur eine Momentaufnahme ist.

Luftmassengrenze: Genau hier verläuft die Wetterscheide

Und ja, ich kann sie auf den Karten klar erkennen: Ab Donnerstag legt sich eine Luftmassengrenze quer über Deutschland. Sie trennt kühle Meeresluft im Norden von der noch schwülwarmen Restwärme im Süden – und verläuft ungefähr entlang einer Linie vom Saarland bis nach Sachsen.

Der Grund ist eine sogenannte meridionale Strömung: Die Luft kommt nicht mehr von West nach Ost, sondern von Nord nach Süd. Genau an dieser Nahtstelle reiben sich die Gegensätze – und das ist meist der Startschuss für kräftige Gewitter.

So viel Regen bringt die Front – örtlich sogar Unwetter

Am Donnerstag und Freitag schleift diese Front nur langsam über den Süden und Südosten. Dabei kann es richtig zur Sache gehen: Örtlich drohen Starkregen, Hagel und Sturzfluten, an den Alpen fällt der Regen teils stundenlang.

In den kommenden Tagen gibt es teils kräftigen Regen. Doch die ganz großen Regenmengen werden das wohl nicht werden.
In den kommenden Tagen gibt es teils kräftigen Regen. Doch die ganz großen Regenmengen werden das wohl nicht werden.

In einzelnen Modellläufen tauchen sogar Summen von über 100 Litern pro Quadratmeter binnen weniger Stunden auf. Sicher ist das noch nicht – aber die Warnsignale stehen klar auf Gelb bis Rot. Wer im Süden unterwegs ist, sollte die Wetterlage im Auge behalten.

Rhein und Flüsse: Kommt jetzt die Entspannung?

Die große Frage vieler Leser: Erholen sich nach diesem Regen endlich der Rhein und die anderen Flüsse? Meine ehrliche Antwort: eher nicht. Für eine echte Entspannung der Dürre reicht das bei Weitem nicht aus.

Aus Südwesten kommt Anfang September neue Hitze bis nach Deutschland gezogen.
Aus Südwesten kommt Anfang September neue Hitze bis nach Deutschland gezogen.

Der Regen fällt zu punktuell und zu kurz, um die ausgetrockneten Böden und die niedrigen Pegel nachhaltig aufzufüllen. Ein paar Liter helfen dem Garten – die großen Ströme brauchen wochenlangen Landregen, und der ist nirgends in Sicht. Die Dürre bleibt uns also erhalten.

September 2026: ECMWF und GFS wittern die nächste Blockadelage

Jetzt wird es für alle Sonnenhungrigen spannend: Zum Start in den September deuten gleich mehrere Modelle – allen voran das ECMWF und das GFS – erneut über 30 Grad an. Der Nachschub käme dabei aus Südwesteuropa, wo sich schon jetzt ungewöhnlich warme Luft sammelt.

Und genau hier formiert sich die nächste Blockadelage: Schiebt sich das Hoch nach dem Regen zurück nach Mitteleuropa, droht ein goldener Spätsommer mit Werten jenseits der 30-Grad-Marke – im Südwesten sogar der ein oder andere Wüstentag mit 35 Grad. Schon zum Wochenende hin gibt es einen kurzen Vorgeschmack mit wieder etwas milderen Werten. Heißt im Klartext: Der Sommer 2026 verabschiedet sich noch lange nicht – er holt nur kurz Luft.