Wetterforscher Habermehl verrät, was am 1. Mai wirklich passiert – und keiner hat damit gerechnet

Erst eisiger Nordwind, dann die Regen-Klatsche am Wochenende – und ausgerechnet am Tag der Arbeit passiert etwas, das alle Prognosen auf den Kopf stellt. Wetterforscher Habermehl klärt auf!

Ja, auf der Wetterkarte thront ein Hoch über Mitteleuropa. Klingt nach Frühling satt. Ist es aber nicht! Der Knackpunkt: Der Hochdruckkern sitzt westlich von Deutschland – nicht über uns.

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Und das dreht den Wind auf Nord bis Nordwest. Übersetzt heißt das: Viel Sonne, aber eiskalte Rückseitenluft strömt direkt zu uns runter. Wer heute in Hamburg, Köln oder München in den Himmel schaut, sieht strahlendes Blau. Wer rausgeht, friert. Das ist die klassische Aprilfalle – und kaum einer merkt sie.

Das Wochenende wird zur Bewährungsprobe

Bis Freitag, Samstag kämpft sich die Sonne tapfer durch. Im Südwesten sind nochmal bis zu 23 Grad drin, in der Nordhälfte bleibt es bei mageren 14 bis 17 Grad. Aber Vorsicht: In der Nacht auf Samstag rutschen die Werte in vielen Tallagen gefährlich nah an den Gefrierpunkt.

Besonders die Nächte sind in den nächsten Tagen oftmals "zu kalt" im Vergleich zu den langjährigen Mittelwerten.
Besonders die Nächte sind in den nächsten Tagen oftmals "zu kalt" im Vergleich zu den langjährigen Mittelwerten.

Gartenfreunde sollten empfindliche Pflanzen unbedingt reinholen. Am Sonntag rauscht dann ein Tiefausläufer von Nordwesten heran – Regen, Montag verbreitet nass, kühl, ungemütlich. Das ist die kurze Klatsche, von der gerade alle reden.

Und dann die große Wende

Jetzt wird es spannend! Noch vor einer Woche rechneten die Modelle ab dem 30. April mit einem knackigen Kaltlufteinbruch. Ich selbst hatte schon den Absturz-Alarm auf dem Schirm.

Aber jetzt haben sich das europäische ECMWF-Modell und die KI-Prognosen klar gedreht. Das Hoch bleibt – und zwar stabiler, als alle dachten. Fachlich baut sich eine sogenannte Omegalage auf: ein Hoch, das wie ein griechisches Omega alle Tiefs einfach rechts und links an uns vorbeilenkt.

Der 1. Mai wird zum Geschenk

Und das bedeutet für den Tag der Arbeit: Sonne, trocken, mild bis warm! Nach aktueller Rechnung sind 20 bis 25 Grad im Süden und Südwesten drin, 17 bis 22 Grad in der Mitte, etwas frischer an der Küste. Grill anwerfen, Demo-Route planen, Radtour starten – alles drin! Von einem „Absturz zum 1. Mai", wie zuletzt spekuliert, ist in den Modellen nichts mehr zu sehen. Der Trend ist eindeutig.

Das Hoch hält in den kommenden Tagen weiter durch, lässt allerdings an seiner Ostflanke immer wieder deutlich kältere Luftmassen nach Deutschland strömen.
Das Hoch hält in den kommenden Tagen weiter durch, lässt allerdings an seiner Ostflanke immer wieder deutlich kältere Luftmassen nach Deutschland strömen.

Die echte Kälte-Keule kommt später

Wer jetzt aufatmet, sollte trotzdem den Kalender im Blick behalten. Der wahre Temperatursturz lauert bei den Eisheiligen vom 11. bis 15. Mai. Genau dieses Muster – erst Hochdruckwärme, dann polarer Schub von Norden – ist meteorologisch ein Klassiker. Je wärmer es vorher wird, desto brutaler der Einbruch. Nachtfrost bis 800 Meter Höhe ist dann nicht ausgeschlossen.

Mein Fazit für Sie

Der 1. Mai bleibt die sichere Bank für alles unter freiem Himmel. Erst zur Monatsmitte wird es richtig haarig. Tomaten, Geranien, Basilikum? Bis nach dem 15. Mai drinnen lassen! Wer jetzt schon auspflanzt, spielt mit dem Feuer. Und das sage ich nicht, weil es gut klingt – sondern weil die Wetterkarten es klipp und klar so zeigen.

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