Wetter-Knall im Mai: Experte Habermehl schlägt Alarm – jetzt kommt die böse Wende

Das Hoch ist weg, ein quasistationäres Tief blockiert über Deutschland. Jetzt drohen unwetterartige Regenmengen und ein heftiger Temperatursturz von fast 20 Grad – die Wettermodelle sind erstaunlich einig.
Was sich da gerade über Mitteleuropa abspielt, hat es in sich. Das Blockadehoch, das uns zum Maibeginn noch sommerliche 28 Grad und Sonne pur beschert hat, ist abgezogen.
Und weil dieses Hoch an seinem Ostrand jetzt polare Kaltluft auf den Atlantik schaufelt, haben die dort entstehenden Tiefs freie Bahn nach Deutschland. Eines davon hat sich bereits quasistationär über uns festgesetzt – und das wird vorerst auch so bleiben.
Schwerpunkt der Regenmassen zwischen NRW und Brandenburg
Konkret heißt das: Dienstag und Mittwoch zieht ein breiter Niederschlagsstreifen zwischen Nordrhein-Westfalen und Brandenburg durchs Land. Ab Mittwochabend verlagert sich der Schwerpunkt nach Süden – südlich einer Linie zwischen Saarland und Berlin. Lokal sind unwetterartige Regensummen drin. "So eine Konstellation Anfang Mai sehen wir nicht alle Jahre", heißt es aus Branchenkreisen.

Bei den Temperaturen geht es brutal runter: Von noch +17 bis +23 Grad am Dienstag auf +10 bis +15 Grad bis Donnerstag. Bei Dauerregen kann es punktuell sogar unter die +10-Grad-Marke rutschen.
ECMWF, GFS und GEM einig – das ist selten
Was viele Wetterprofis aufhorchen lässt: Diesmal ziehen die großen Modelle ungewöhnlich an einem Strang. Sowohl das europäische ECMWF als auch das amerikanische GFS und das kanadische GEM rechnen bis Mitte Mai mit verbreitet nennenswerten Regenmengen.
Die große Frühjahrs-Dürre, die uns seit Februar 2025 plagt, wäre damit zumindest erstmal abgemildert. Das Bodendefizit aus 18 Monaten kontinentaler Hochdrucklagen verschwindet damit aber natürlich nicht.
Eisheilige? Das ECMWF deutet etwas Überraschendes an
Spannend wird es ab dem 11. Mai – die klassische Eisheiligen-Woche. Doch hier zeigt der ECMWF-Wochentrend etwas, das viele nicht erwartet hätten: Statt Frost werden bis zu 3 Grad zu milde Werte in ganz Deutschland gerechnet. Niederschlag eher unterdurchschnittlich.
Die Frostgefahr für Hobbygärtner und Landwirte? Nach jetzigem Stand minimal. Auch die Wochen 18. bis 31. Mai zeigen einen klaren Warm-Trend mit normalen bis leicht erhöhten Regenmengen im Westen und Süden.
Defizit aus 18 Monaten – ein nasser Tag reicht nicht
Zur Einordnung: Bis zum 2. Mai hatte Deutschland erst 0,4 l/m² Regen gesehen – ein Prozent des Mai-Solls. Gleichzeitig liegt die bisherige Monatstemperatur +2,8 Grad über dem langjährigen Mittel.
Selbst der Unwetter-Schwall der nächsten Tage gleicht das nicht aus. Was uns bevorsteht: Eine kurze, heftige Nass-Phase – und danach ein deutlich freundlicherer, womöglich sogar zu warmer Restmonat. Der Mai säuft also nicht ab. Er holt nur kurz Luft.
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