Akute Unwetterwarnung Deutschland: Gewitter und Starkregen, dann Dauerregen bis 80 Liter

Heute krachts erst gewaltig – dann öffnen sich die Schleusen! Ein breiter Streifen von NRW bis Berlin und Sachsen versinkt im Dauerregen. Bis zu 80 Liter sind drin!


Es geht los, Leute! Schon im Tagesverlauf entwickeln sich quer über Deutschland kräftige Gewitter – und das wird kein laues Lüftchen. Mit dabei: Starkregen bis 25 Liter pro Quadratmeter in kürzester Zeit, lokal sogar deutlich mehr.

Dazu Sturmböen bis 70 km/h und kleinkörniger Hagel. Schuld ist eine Luftmassengrenze, die quer über die Mitte verläuft und subtropisch warme Luft im Süden gegen polare Kaltluft aus dem Norden hetzt.

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Nur ganz im Norden, Nordwesten und im äußersten Südosten bleibt es weitgehend trocken. Sonst gilt: Augen auf am Himmel, und das Auto bitte nicht unter den Baum stellen!

Mittwoch: Dann macht der Dauerregen ernst

Wirklich ungemütlich wird es ab der Nacht zum Mittwoch. Genau entlang dieser Luftmassengrenze, in einem breiten Streifen von Nordrhein-Westfalen über Hessen, Thüringen und Sachsen bis hinauf nach Berlin und Brandenburg, öffnen sich die Schleusen.

Ab Dienstagmittag ziehen Schauer und Gewitter auf. Danach baut sich die Regenfront einmal quer über der nördlichen Mitte auf.
Ab Dienstagmittag ziehen Schauer und Gewitter auf. Danach baut sich die Regenfront einmal quer über der nördlichen Mitte auf.

ECMWF und Copernicus C3S rechnen verbreitet mit 25 bis 40 Litern in zwölf Stunden, in stauanfälligen Lagen auch darüber. Vollgelaufene Keller, überspülte Straßen und überforderte Kanäle sind dann nicht ausgeschlossen.

Hier wirds am übelsten

Besonders die Mittelgebirgsnordseiten wie Sauerland, Harz-Vorland und Erzgebirge bekommen im Stau ordentlich was ab, weil sich die feuchte Luft an den Hängen regelrecht ausquetscht.

Aber auch das Flachland zwischen Münsterland und Lausitz darf sich auf einen richtig nassen Mittwoch einstellen. Die exakte Lage des Niederschlagsbands ist noch nicht in Stein gemeißelt: Ein paar Dutzend Kilometer nach Norden oder Süden entscheiden zwischen „nass wie üblich" und „Land unter".

Und obendrauf der Temperatursturz

Das Beste kommt zum Schluss: Während heute im Südosten noch bis zu 25 Grad drin sind, sackt das Thermometer zur Wochenmitte regelrecht ab. Im Dauerregen sind am Mittwoch örtlich nur noch klägliche 10 Grad drin, dazu frischt der Wind aus Nord bis Nordost spürbar auf.

Wer am Wochenende noch im T-Shirt durch die Stadt gezogen ist, holt jetzt besser Pulli und Jacke wieder vor. Heizung an? Bei vielen wird der Knopf wohl tatsächlich wieder gedrückt.

Wann lacht endlich wieder die Sonne?

Ab Freitag deutet sich von Westen her eine kurze Wetterberuhigung an. Das Tief zieht ostwärts ab, und die Sonne kämpft sich zumindest streckenweise zurück. Die Temperaturen krabbeln wieder Richtung 17 bis 20 Grad – ideal, um endlich mal wieder den Grill anzuschmeißen oder die Wäsche raus zu hängen.

Aber Vorsicht: Schon zum Sonntag mehren sich auf den US-Modellen NOAA CFSv2 wieder Signale für neue Schauer und Gewitter aus Südwesten. Die nächste Runde wartet quasi schon hinter der Ecke.

Stehen die Eisheiligen schon in den Startlöchern?

Spannend wird die kommende Woche. Die NASA-GEOS-5-Daten und die Ensembles deuten an, dass die Eisheiligen in diesem Jahr durchaus pünktlich antreten könnten. Ein erneuter Kaltluftvorstoß zwischen dem 11. und 15. Mai ist möglich, vereinzelt sogar mit Bodenfrost in den Mittelgebirgen.

Sicher ist das noch nicht, die Modelle springen noch hin und her, aber Hobbygärtner sollten die zarten Pflänzchen lieber noch nicht ungeschützt ins Beet setzen. Stabilität sieht jedenfalls anders aus.

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