Wetter-Experte überrascht: 33 Grad im September – doch eine Landeshälfte guckt in die Röhre

Kaum zu glauben nach dem Kälte-Knick: Ein Wetter-Experte sieht den nächsten Warm-Schub – im Südwesten bis 33 Grad. Doch eine Landeshälfte guckt komplett in die Röhre.


Kaum zu glauben nach dem nasskalten Intermezzo mitten in der Woche: Der Sommer ist noch längst nicht abgemeldet. Ganz im Gegenteil. Während sich viele schon auf Kürbissuppe und dicke Socken eingestellt haben, macht sich über dem Atlantik ein alter Bekannter bereit für die nächste Runde.

Sei einer der Ersten, der die neuesten Wetter-Updates erhält, indem Du unserem neuen WhatsApp-Kanal beitrittst. Folge uns und schalte die Benachrichtigungen ein.

„Der Herbst muss warten", bringt es ein Wetter-Experte auf den Punkt. Ein kräftiger Hochkeil schiebt sich zum Wochenende nach Mitteleuropa und dreht die Strömung auf Südwest. Die Folge: Im Süden und Südwesten wird es noch einmal richtig warm – und trocken bleibt es obendrein.

Azorenhoch? Jein – das steckt wirklich dahinter

Viele fragen sich jetzt: Azorenhoch oder kein Azorenhoch? Die ehrliche Antwort lautet: ein bisschen von beidem. Ein eigenständiges, fettes Azorenhoch, das sich gemütlich über Deutschland legt, sehen wir nicht. Was wir sehen, ist ein Hochdruckkeil, den ein Tief bei Island mit seiner Drehbewegung geradezu zu uns herüberschaufelt.

Genau diese Konstellation – Tief im Norden, Hochkeil im Süden – nennen Fachleute eine Südwestlage. Und die hat es in sich: Sie teilt Deutschland in zwei Welten.

Der Süden schwitzt, der Norden guckt in die Röhre

Und hier ist sie, die große Ungerechtigkeit: Während Süden und Südwesten unter dem Hochkeil trocken, sonnig und ungewöhnlich warm werden, bekommt der Norden die Vorderseite der Tiefs ab. Heißt konkret: Wolken, Schauer, kräftiger Wind – an den Küsten sogar stürmische Böen. Vom Warm-Schub? Keine Spur.

Deutschland steht vor einer neuen Wärmewelle.
Deutschland steht vor einer neuen Wärmewelle.

Diese Zweiteilung zieht sich quer durchs Land, etwa von Köln bis nach Berlin. Nördlich davon frühherbstlich, südlich davon spätsommerlich. Kontrastprogramm pur, wie aus dem Lehrbuch.

Bis 33 Grad – am Oberrhein sogar noch mehr?

Und jetzt die Zahlen, auf die alle warten. Am Montag klettern die Werte im Südwesten wieder auf glatte 30 Grad. Am Dienstag legt das Thermometer noch eine Schippe drauf: 32, örtlich 33 Grad sind am Oberrhein absolut realistisch.

Einzelne Wettermodelle spielen in der Spitze sogar mit noch höheren Werten. Ob es am Ende wirklich Richtung 34 oder 35 Grad geht, ist noch nicht in Stein gemeißelt – aber ein waschechter Hitzetag mit über 30 Grad ist so gut wie sicher.

So viel zu warm ist das wirklich

Bleibt die spannende Frage: Ist das eigentlich noch normal für Mitte September? Die Antwort des Experten: Einzelne warme Tage gibt es in dieser Jahreszeit immer mal wieder. Aber Werte um 32 bis 33 Grad liegen rund zehn bis zwölf Grad über dem langjährigen Mittel.

Ein neues Hoch breitet sich zu Beginn der neuen Woche weiter aus.
Ein neues Hoch breitet sich zu Beginn der neuen Woche weiter aus.

Normal wären für die Jahreszeit im Südwesten eher 21 bis 22 Grad am Nachmittag. Wir reden also nicht von einem kleinen Ausreißer, sondern von einer richtig dicken Wärme-Anomalie – im Klimawandel leider immer weniger die Ausnahme.

Kaum Regen in Sicht – die Dürre bleibt das große Sorgenkind

So schön die goldenen Spätsommertage für alle Sonnenhungrigen sind – ein Problem bleibt: Es fehlt weiter der Regen. Gerade der Südwesten hat einen extrem trockenen Sommer hinter sich, und der Hochkeil sorgt dafür, dass die nächsten Tage genau dort weitgehend niederschlagsfrei bleiben.

Für Böden, Wälder und Flüsse ist das keine gute Nachricht. Der Rat vom Fachmann: Genießen Sie die warmen Tage, aber vergessen Sie die trockene Kehrseite nicht. Der Herbst kommt bestimmt – nur eben noch nicht in dieser Woche.