Unwetter dauern an - ab dem Nachmittag im Osten neue heftige Gewitter!

Nach den Unwettern ist vor den Unwettern. Noch bis Donnerstag kann es weitere stramme Gewitter geben. Dabei sind auch wieder Unwetter durch Hagel, Starkregen und Sturmböen möglich.

Anneliese Lunkenheimer Anneliese Lunkenheimer 11 Juni 2019 - 08:34 UTC
Umwetterlage
Auch der heutige Dienstag bringt zum Teil heftige Unwetter. Erneut ist der Osten und Südosten betroffen.

Die Unwetterlage geht auch in den kommenden Tagen weiter. Es drohen wieder starke Gewitter. Heute trifft es fast die gleichen Gebiete wie schon gestern: Den Osten Bayerns, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen, Berlin, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern. Schuld sind weiterhin die großen Temperaturunterschiede. Im Westen werden meist nur Werte um 20 Grad erwartet, im Osten dagegen bis zu 30 Grad. Direkt an der Grenze zu Polen sind sogar 32 oder 33 Grad nicht ganz ausgeschlossen. Dazwischen beginnt es rasch wieder zu quellen.

Die Gewitterwolken bringen dann zum Teil heftige Begleiterscheinungen wie Hagel, Starkregen oder Sturmböen. Zudem ist auch die Bildung von Tornados möglich. Da sollte man auf der Hut sein. Besonders der Hagel kann es in sich haben, wenn er recht groß wird. Es werden Hagelkörner bis zu 5 cm Durchmesser erwartet. Das war auch gestern rund um München schon so.

Schwül-warme bis heiße Luft bleibt uns noch einige Zeit erhalten

Tief Jörn brachte uns gestern die Unwetter und sorgt auch heute für die Unwetter. Das Tief ist wie eine Mauer und das mitten über Deutschland. Es teilt Ost und West in kühl und heiß. Zwischen den beiden Luftmassen kann es dann knallen. Die heißen Luftmassen kommen direkt aus Nordafrika, die kühlen Luftmassen kommen aus Nordeuropa zu uns geströmt.

Luftmassengegensätze
Im Westen ist es kühl, im Osten dagegen sehr warm bis heiß. In Polen werden sogar bis zu 35 Grad und mehr erreicht.

So lange sich diese Wetterlage nicht ändert, müssen wir auch weiterhin mit Unwettern rechnen. Auch am Wochenende geht es wohl sehr warm bis heiß weiter. Allerdings sind die Temperaturunterschiede dann vorübergehend nicht mehr ganz so groß. Damit gibt es zwar Gewitter, ganz große Unwetter treten allerdings kaum auf. Das kann sich aber bald schon wieder ändern.

Juni geht durchwachsen weiter - Grenzwetterlage hält an

Insgesamt deutet sich in den nächsten Tage eine Fortdauer der wechselhaften Wetterlage an. Es wird mal wärmer, mal wieder kälter. Dazwischen gibt es dann immer wieder teils heftige Gewitter. Der Gewittersommer scheint sich über weite Strecken im Juni fortzusetzen. Ein richtig beständige Hochdruckwetterlage ist aktuell nicht in Sicht. Es geht erstmal sehr wechselhaft weiter.

Insgesamt sehen die längerfristigen Wettermodelle einen sehr warmen und durchaus auch sehr trockenen Juni und das trotz der zahlreichen Gewitter. Diese Gewitter sind nämlich meist nur der berühmte Tropfen auf den heißen Stein. Flächendeckender Landregen ist erstmal weiterhin nicht in Sicht, zumindest nicht für den Osten Deutschlands und dort ist die Trockenheit am größten.

Werbung