"Tschüss Dauerfrost" Wetterforscher warnt jedoch: "Der Winter hat noch längst nicht aufgegeben"

Der Dauerfrost verliert an Boden. Mildere Luft setzt sich durch, doch Schnee, Glätte und kalte Nächte zeigen: Der Winter ist noch nicht vorbei.

Der prägende Dauerfrost der letzten Tage steht vor dem Rückzug. Besonders im Osten, wo tagsüber teils nur -6 bis -8 Grad erreicht wurden, verändert sich die Lage spürbar. Bereits zur Wochenmitte steigen die Höchstwerte häufiger über die Nullgradmarke.

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Das bedeutet nicht sofort Tauwetter überall, aber ein klares Signal: Die extrem kalte Luftmasse wird verdrängt. Selbst Regionen, die bislang im Eispanzer steckten, erleben tagsüber leichte Plusgrade. Der Winter verliert damit eines seiner stärksten Argumente, auch wenn er sich noch nicht vollständig verabschiedet.

Milde Luft gewinnt an Einfluss

Von Westen und Südwesten her setzt sich zunehmend mildere, feuchte Luft durch. Sie bringt Wolken, zeitweise Regen und sorgt dafür, dass der Frost vor allem tagsüber kaum noch durchhält. In vielen westlichen Landesteilen bleiben die Nächte bereits frostfrei oder nur knapp unter null. Gleichzeitig entstehen Übergangszonen, in denen Regen auf gefrorenen Boden trifft. Glatteis bleibt ein wichtiges Thema. Der Winter zeigt sich hier von seiner tückischen Seite, nicht mehr eisig-kalt, sondern gefährlich glatt.

Der Nordosten gibt langsam nach

Besonders spannend ist der Blick in den Nordosten, das letzte Rückzugsgebiet des Dauerfrostes. Hier hält sich die Kälte zwar länger, doch auch dort steigen die Tageswerte allmählich auf 0 bis +3 Grad. Schneefall geht zeitweise in Schneeregen oder gefrierenden Regen über. Nachts bleibt es mit -4 bis -8 Grad winterlich kalt, aber der klassische Dauerfrost verliert an Kontinuität. Das ist meteorologisch entscheidend: Ohne ganztägigen Frost verliert der Winter an Stabilität, selbst wenn Schnee liegen bleibt.

Die Abschwächung des Dauerfrostes im Nordosten geht zum Teil mit starken Schneefällen einher.
Die Abschwächung des Dauerfrostes im Nordosten geht zum Teil mit starken Schneefällen einher.

Warum das noch kein Winterende ist

Trotz des Frost-Rückzugs gilt klar: Tschüss Dauerfrost heißt nicht tschüss Winter. Die Nächte bleiben kalt, der Boden vielerorts gefroren, und jede neue Niederschlagsphase kann wieder Schnee oder Eisregen bringen. Zudem weht häufig ein kräftiger Ostwind, der die gefühlten Temperaturen deutlich drückt. Gerade im Norden und Osten fühlt sich das Wetter weiterhin winterlich an, auch wenn das Thermometer tagsüber andere Werte zeigt.

Bis zum Wochenende: Beruhigung mit Restwinter

Richtung Wochenende beruhigt sich die Wetterlage etwas. Niederschläge lassen nach, und trockenere Abschnitte gewinnen die Oberhand. Die Höchstwerte liegen verbreitet bei 3 bis 8 Grad, im Südwesten auch darüber. Doch nachts bleibt es frostig, vor allem im Osten. Nebel, Reif und lokale Glätte gehören weiterhin zum Bild. Der Dauerfrost ist Geschichte, der Winter bleibt präsent – leiser, wechselhafter und weniger extrem, aber noch lange nicht erledigt.