Hitze-Entwarnung: Temperatursturz in Sicht!

Europa und Deutschland schwitzen vor sich hin. Regional werden in Europa bis zu 44 Grad erreicht. Doch Anfang Juli kommt scheinbar der große Temperatursturz. Dann können wir wieder Luft holen.

Anneliese Lunkenheimer Anneliese Lunkenheimer 25 Juni 2019 - 01:15 UTC
Sommerwetter
Das Wetter in Deutschland wird in den kommenden Tagen erstmal sehr warm bleiben, doch nächste Woche wird es wieder kälter.

Deutschland stöhnt unter der aktuellen Hitzewelle, denn nun werden auch die Nächte sehr warm. Am Dienstagmorgen lagen die Frühwerte in einigen Städten bei über 20 Grad. Heute Morgen wurden in Duisburg 22,9 Grad als Tiefstwert gemessen. In Wiesbaden waren es 22 Grad und in Münster 21 Grad. Meteorologen sprechen bei Nachtwerten über 20 Grad von tropischen Nächten. In der kommenden Nacht wird es wieder warm sein. Morgen früh liegen die Werte teilweise bei 24 oder 25 Grad. In den Ballungsräumen der Großstädte kann es auch noch wärmer sein.

Da ist natürlich klar, dass man nachts kaum noch gut schlafen kann. Besonders Wohnungen im Dachgeschoss heizen sich extrem auf. Manche Leserinnen und Leser melden uns sogar schon Innenraumtemperaturen von knapp 30 Grad. Das ist natürlich für das tägliche Leben viel zu warm. Den ganzen Tag ist man irgendwie am Schwitzen. Allerdings ist Abkühlung in Sicht, zunächst nur für den Nordosten, ab nächste Woche dann auch für ganz Deutschland.

Mittwoch bisher heißester Tag des Jahres - knapp 40 Grad möglich

Die Höchstwerte lagen am Montag bei 33,8 Grad. Das wurde beispielsweise in Trier gemessen. Heute sind regional 36 oder 37 Grad möglich. Spitzenreiter wird wieder der Westen und Südwesten sein. Aber auch im Osten werden deutlich mehr als 30 Grad erwartet. Morgen gibt es dann den bisher heißesten Tag des Jahres und vielleicht sogar den heißesten Junitag aller Zeiten. Dazu müssten wir am Mittwoch mindestens 38,5 Grad messen. Das wird spannend.

Gemessen wird übrigens an offiziellen Messstationen die internationalen Anforderungen entsprechen. Die Temperatur wird 2 Meter über Gras gemessen. Die Wetterhütte ist weiß gestrichen und wird belüftet, damit es zu keinem Hitzestau kommt. Nur mit diesen einheitlich festgelegten Messstandards ist das weltweite Vergleichen von Messdaten möglich. Also nicht wurden, wenn ihr im Auto oder daheim höhere Werte messt. Das Auto bekommt die Hitze von der Asphaltdecke mit, an der eigenen Hauswand ist es meist nicht genug vor der Sonne abgeschirmt.

Die Temperaturen stürzen in der ersten Juliwoche ab

In der ersten Juliwoche wird es ab Dienstag markant kühler. Zunächst ist es schon ab Donnerstag im Norden angenehm frisch. An der Nordsee sind kaum 20 Grad drin. Zum Wochenende wird es nochmal überall wärmer bzw. heiß. In der nächsten Woche rutschen die Tageshöchstwerte dann im Norden auf unter 20 Grad. Teilweise werden selbst kaum 15 Grad erreicht, nachts messen wir dort stellenweise unter 10 Grad. Nur im Süden werden nochmal 20 bis 25 Grad gemessen, die große Hitze scheint dann aber vorbei zu sein.

Juli 2019
Der Juli könnte laut dem europäischen Wetterdienst wärmer als im langjährigen Durchschnitt ausfallen.

Ob und wann sie wiederkommt ist aus heutiger Sicht nicht zu sagen. Der Juli geht erstmal kühl weiter. Das sieht alles sehr spannend aus. Nach einem kühlen Mai, folgte ein Rekord-Juni, vielleicht folgt nun wieder ein kühler Monat? Das kann man heute noch nicht genau sagen. Der europäische Wetterdienst geht von einem leicht zu warmen Juli aus. Ob es ein Hitze-Juli wird bleibt erstmal offen.

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