Schneesturm wie 1978/79: Experte Habermehl warnt vor Blizzard-Freitag: "Verlassen Sie besser nicht das Haus"

Ein massiver Schneesturm steuert auf Deutschland zu. Meteorologe Johannes Habermehl sieht Parallelen zum Jahrhundertwinter 1978/79 – mit dramatischen Folgen für Verkehr und Alltag.
Wenn Meteorologen beginnen, den Winter 1978/79 zu erwähnen, ist höchste Vorsicht geboten. Genau das tut der bekannte Wetterexperte Johannes Habermehl, der für Freitag vor einem ausgewachsenen Blizzard warnt. Damals wurden ganze Landstriche von der Außenwelt abgeschnitten, Straßen verschwanden unter meterhohen Schneemassen, Dörfer waren tagelang nicht erreichbar.
Die aktuelle Wetterlage weist laut Habermehl beunruhigende Parallelen auf. Besonders die Kombination aus eisiger Kaltluft, feuchter Luftzufuhr und extremem Wind erinnert an jene historischen Tage, die viele bis heute nicht vergessen haben.
So entsteht der Blizzard – eine explosive Wetterlage
Ursache des drohenden Schneesturms ist das Zusammentreffen arktischer Kaltluft mit feuchten Luftmassen, die von Westen nach Mitteleuropa geführt werden. Gleichzeitig vertieft sich ein kräftiges Tiefdruckgebiet, das den Wind massiv beschleunigt. Genau diese Mischung ist es, die einen normalen Schneefall in einen gefährlichen Blizzard verwandelt.
Der Schnee fällt nicht nur, er wird horizontal durch die Luft gepeitscht, die Sicht sinkt teils auf null, Orientierung wird unmöglich. Selbst kurze Wege können dann lebensgefährlich werden, warnt Habermehl eindringlich.
Diese Regionen trifft es besonders hart
Besonders gefährdet sind laut den aktuellen Berechnungen Nord- und Ostdeutschland, darunter weite Teile von Niedersachsen, Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein, Hamburg, Bremen, Berlin, Brandenburg sowie die norddeutschen Mittelgebirge.

Dort drohen nicht nur hohe Neuschneemengen, sondern vor allem extreme Schneeverwehungen, die Straßen, Zufahrten und Bahnstrecken unpassierbar machen. Der starke Wind kann den Schnee zu meterhohen Barrieren auftürmen, selbst dort, wo zuvor geräumt wurde. Innerhalb weniger Stunden können Verkehrswege vollständig verschwinden.
Schneemengen und Verwehungen mit Extrempotenzial
Während in vielen Regionen 15 bis 20 Zentimeter Neuschnee erwartet werden, liegt die eigentliche Gefahr in den Verwehungen. Durch Sturm- und Orkanböen kann sich der Schnee lokal auf über einen Meter Höhe ansammeln. Autos werden eingeschneit, Türen lassen sich nicht mehr öffnen, Einsatzkräfte kommen nur schwer voran. Genau dieses Szenario machte den Winter 1978/79 so gefürchtet. Auch diesmal könnten Menschen in ihren Häusern feststecken, wenn der Blizzard seine volle Kraft entfaltet.
Bleiben Sie zu Hause – warum Freitag kein normaler Wintertag wird
Habermehl rät eindringlich dazu, Freitag möglichst nicht das Haus zu verlassen. Selbst kurze Autofahrten können durch plötzlich auftretende Schneewände oder verwehte Straßen lebensgefährlich werden. Wer unterwegs stecken bleibt, riskiert Unterkühlung und stundenlanges Warten auf Hilfe.
Auch Fußwege sind gefährlich, da Eis und schlechter Halt in Kombination mit starkem Wind schnell zur Sturzfalle werden. Der Meteorologe betont, dass Vorbereitung entscheidend ist und dieser Tag ernst genommen werden muss.
Ein Winterereignis, das man nicht unterschätzen darf
Der angekündigte Blizzard ist kein gewöhnliches Schneechaos, sondern ein potenziell extremes Wetterereignis. Die Atmosphäre liefert derzeit alle Zutaten für einen historischen Wintertag.
Sollte sich die Lage wie prognostiziert entwickeln, könnte der Freitag für viele Menschen zu einem Tag des Stillstands werden. Die klare Botschaft der Experten lautet daher: Planen Sie voraus, bleiben Sie in Sicherheit und nehmen Sie die Warnungen ernst. Wer kann, bleibt zuhause – und vermeidet Risiken, die vermeidbar sind.