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Über 1 Meter Neuschnee in Deutschland: Hier schlägt der Winter voll zu!

Jetzt kommt der Schnee in Massen. Immer wieder ziehen Tiefs mit reichlich Niederschlag über Deutschland hinweg. Einige Regionen werden im Schnee versinken. Doch welche sind das genau? Wer bekommt über 1 Meter Neuschnee ab?

Lange Zeit gab es selbst in den Alpen und in den höheren Lagen der Mittelgebirge keinen Schnee. Der Niederschlag blieb meist aus bzw. es war Regen, was da vom Himmel kam. Der Jahreswechsel war rekordwarm, stellenweise wurden bis zu 21 Grad gemessen. Da konnte man schonmal ins Schwitzen kommen und das mitten im Januar. Logischerweise sah es da für Schnee in allen Höhenlagen schlecht aus. Danach wurde es kälter. Aber selbst diese Abkühlung hat noch keine große Änderung in der Klimabilanz des Januars 2023 gebracht. Der Monat ist immer noch 5,5 Grad wärmer als das langjährige Klimamittel 1961 bis 1990.

Damit ist der aktuelle Januar weiterhin der wärmste seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. Doch nun geht es niederschlagsreich weiter. Ab dem Wochenende überqueren uns immer wieder Tiefs mit viel Regen und Schnee. Einige Regionen werden mit Schnee wahrlich zugeschüttet. Doch welche Regionen sind das?

Viel Schnee oberhalb 700 bis 800 m

Die Nordwestwetterlage bleibt in den nächsten Tagen größtenteils erhalten. Was bedeutet das eigentlich? Aus Nordwesten kommen zumindest kalte Luftmassen, auch kalt genug für Schnee, allerdings nur für Schneefall in den höheren Lagen. Bei einer Nordwestwetterlage müssen die Luftmassen auch über das Meer, über die Nordsee. Dort wärmen sich die arktischen Luftmassen allerdings ein ganzes Stück auf. Das reicht dann gerade dafür, dass es in den Hochlagen Schnee geben kann, in den tiefen Lagen allerdings meist nur nasskaltes Schmuddelwetter.

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In den Hochlagen der Mittelgebirge und der Alpen kommt viel Schnee runter. In den tiefen Lagen ist es dagegen nur nasskaltes Schmuddelwetter.

Eine direkte Nordwetterlage würde auch Schnee bis ganz nach unten bringen und der würde dann auch liegen bleiben. Bei einer Nordwestwetterlage kann zwar auch mal Schnee bis runter fallen, tagsüber liegen aber die Höchstwerte größtenteils knapp über 0 Grad und der Schnee taut langsam dahin. Daher sind Nordwestwetterlage größtenteils nur der Schneebringer für die höheren Lagen. Genau das wird in den nächsten 10 bis 14 Tagen passieren. Die Hochlagen der Mittelgebirge und die Alpen werden mit Schnee buchstäblich zugeschüttet. Besonders im Stau der Alpen sind ab 700 bis 800 m 50 bis 100 cm Neuschnee möglich.

In den tiefen Lagen kaum dauerhafte Schneedecken

Weiter unten in mittleren und tieferen Lagen wird es nachts vielleicht stellenweise mal für etwas Schnee reichen. Dauerhaft weiß wird es dort aber nicht werden. Die Höchstwerte erreichen im Westen an Rhein und Main beispielsweise tagsüber bis zu 5 oder 6 Grad. Da taut Schnee recht schnell wieder weg.

Auch die viel beschworene arktische Kälte ist in Deutschland nicht in Sicht, auch nicht im Februar. Auf einigen Medienportalen wurde da wieder viel Unsinn berichtet. Wir hatten darüber bereits berichtet.