Schlimmster Orkan seit Jahrzehnten? Unwetterlage kommt!

Eine markante Unwetterlage zieht auf Deutschland zu,. Der schlimmste Orkan seit Jahren trifft auf Deutschland. Es gibt diesmal eine recht flächendeckende Sturmlage und das ganze Land wird betroffen sein.

Johannes Habermehl Johannes Habermehl 08 Feb 2020 - 11:32 UTC
Orkanböen durch Sabine
Schwerer Sturm in der Nacht zu Montag. Es drohen Orkanböen bis 160 km/h.

Am Montagmorgen wird es in Deutschland sehr extrem werden in Sachen Unwetterlage. Wir gehen heute davon aus, dass am Montagmorgen der öffentliche Verkehr weitgehend zum Erliegen kommen wird. Das betrifft besonders die Deutsche Bahn. Da geht ja meist schon bei deutlich weniger Sturm nichts mehr. Es wird vermutlich der heftigste Sturm seit Jahrzehnten werden. So flächendeckend gab es seit Kyrill im Jahr 2007 keinen Sturm mehr.

Am heftigsten werden die Böen beim Durchgang der Kaltfront sein. An der können sich dann auch Gewitter bilden und genau dann treten die stärksten Böen auf. Selbst im Flachland sind Böen bis 110 km/h möglich und das recht flächig, teilweise sogar bis zu 120 km/h. In den höheren Lagen erwarten wir Böen um 150 bis 170 km/h. Alles eine sehr gefährliche Wetterklage.

Orkan Sabine zieht einmal von Nordwesten nach Südosten

Wie genau zieht das Sturmfeld von Sabine über Deutschland hinweg? Es wird eine klassische Zugbahn einmal über Deutschland hinweg nehmen. Los geht das ganze im Nordwesten des Landes, an der Nordsee. Dort rechnen wir bereits ab Sonntagnachmittag mit den ersten orkanartigen Böen und auf der See mit Orkanböen. Nach und nach wird dann ganz Norddeutschland erfasst werden. Niedersachsen, Hamburg, Bremen, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern.

Später um Mitternacht ziehen die höchsten Böen dann weiter Richtung Landesmittel. Lediglich der Nordosten bekommen etwas weniger Sturm ab. Die heftigsten Orkanböen gibt es meist nach Westen und Süden hin. Der Sturm wird den ganzen Tag über Deutschland beschäftigen. Die Sturmlage lässt im Laufe des Montag nur ganz langsam nach. Daher werden die Behinderungen im Bahn-, Straßen- und Flugverkehr den ganzen Tag andauern.

Sturmböen bis Mittwoch

Die Wetterlage bleibt bis Mittwoch sehr brisant. Immer wieder gibt es Sturmböen. Es könnte sich ggf. auch noch das ein oder andere Randtief entwickeln und dann könnte es recht stark werden. Doch das kann man heute nicht sagen. Solche Randtiefs entwickeln sich meist sehr spontan. Damals war Orkan Lothar so ein Randtief. Er brachte Ende der 90er zum Teil heftige Schäden in Süddeutschland. Ein zweiter wichtiger Faktor ist der Regen.

Besonders im Westen und Südwesten ist der Boden vom vielen Regen noch nass und die Flusspegel sind noch gut gefüllt. Da kann einiges an Regen vom Himmel kommen und das lässt die Flusspegel wieder stark ansteigen. Daher droht stellenweise wieder neues Hochwasser. Allerdings sieht es derzeit nicht nach einer größeren Hochwasserlage aus.

Werbung