Große Hitze kehrt nach NRW zurück: "Noch einmal tief durchatmen" - Weiterhin extreme Dürre!
Im Verlauf der Woche wird es wieder zunehmend heiß in Nordrhein-Westfalen. Bis dahin sorgen angenehme Sommertemperaturen am Tag und kühle Nächte für ein Durchschnaufen. Ein Ende der extremen Dürre ist aber weiter nicht in Sicht.

Das Muster des diesjährigen Sommers mit großen Kontrasten zwischen Norden und Süden setzt sich weiter fort. Während der Norden Deutschlands häufig nur kurzzeitig von Hitze erfasst wird, bleibt sie ganz im Süden und Südwesten fast ununterbrochen.
Am Beispiel der Hitzetage - sprich Tage mit 30,0°C oder mehr - lässt sich das noch einmal verdeutlichen. Mit Stand vom 10. August 2026 gab es auf Helgoland und Arkona auf Rügen lediglich einen (1) Hitzetag, in Hamburg am Flughafen 10, in Berlin-Tegel 14, in Frankfurt am Flughafen 40 und in Rheinfelden an der Grenze zur Schweiz sagenhafte 52 Tage mit 30,0°C oder mehr.
Rheinpegel so niedrig wie nie
Nordrhein-Westfalen (NRW) liegt dabei genau zwischen den Stühlen dieser beiden Extreme, aber auch hier gibt es einen Nord(ost)/Süd(west) Kontrast bei den Hitzetagen im Land: In Ostwestfalen und im Münsterland gab es bisher 10 bis 15, im Raum Köln-Bonn dagegen 27 bis 31 Hitzetage. Mit jedem Meter in die Höhe nimmt die Zahl natürlicherweise ab, auf dem Kahlen Asten (841m) wurden lediglich 3 Hitzetage gemessen.
Neben der Hitze ist auch die große Trockenheit und Dürre ein Thema. Der Rheinpegel in Köln zum Beispiel ist schon seit einigen Tagen auf Rekord-Niedrigstand. Am Montagmorgen (10.08.26) um 10 Uhr lag er bei 61 cm, das sind 80 % unter dem Mittelwert der Jahre 2010 bis 2020 von 297 cm. Der Rekord vor der diesjährigen Dürre stammte vom 23.10.2018 mit 69 cm.
Am Donnerstag schiebt sich von Frankreich wieder extrem heiße Luft zu uns und es werden 29 bis 38 Grad erreicht. Vom Oberrhein bis in die Main-Rhein-Region sind bis 39 oder 40 Grad zu erwarten. #Hitze
— Kachelmannwetter (@Kachelmannwettr) August 10, 2026
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Eine Besserung zeichnet sich nicht ab, denn auch die kommenden Tage in NRW bleiben weitgehend trocken. Aber zumindest kann man vor der nächsten Hitze nochmal kräftig durchatmen und lüften. Vorübergehend dringen etwas kühlere und angenehmere Luftmassen aus dem Norden Deutschlands bis nach NRW.
Der Dienstag wird sonnig und trocken, im Nordosten des Landes bilden sich einige harmlose Quellwolken. Dazu wird es mit 23 Grad im Norden und 27 Grad im Rheinland angenehm warm. In der sehr trockenen und klaren Nacht zum Mittwoch kann sich die Luft gut abkühlen bei Tiefstwerten von 13 bis 7 Grad.
Bis zu 38 Grad, kein Regen in Sicht
Am Mittwoch steigen die Temperaturen schon wieder an bei einem erneut durchweg sonnigen und trockenen Tag. Die Höchsttemperaturen liegen bei 28 Grad in Ostwestfalen und schon wieder heißen 32 Grad im Rheinland, im Hochsauerland um 25 Grad. Vom Wetter her also perfekte Bedingungen für die Sonnenfinsternis. In der Nacht zum Donnerstag kühlt sich die Luft bei Tiefstwerten von 16 bis 12 Grad, in Tallagen des Berglandes bis 8 Grad, nochmal gut ab!
Ab Donnerstag steigert sich die Hitze dann wieder aus Frankreich her, wo erneut Temperaturen von 40 Grad und mehr erreicht werden können. In NRW wird es zwar nicht ganz so extrem, mit weiterhin viel Sonne und keinem Niederschlag steigen die Werte aber auch hier auf 30 bis 35 Grad am Donnerstag und 33 bis 38 Grad am Freitag. Der Hitzeschwerpunkt wird dabei mal wieder das Rheinland, wo es auch zu Tropennächten (Tiefstwert nicht unter 20°C) kommen wird. Ganz allgemein werden die Nächte wieder deutlich lauer. Und auch wenn sich die Hitze zum kommenden Wochenende wieder abschwächen könnte, flächiger Regen und ein Ende der großen Dürre sind weiterhin nicht in Sicht!