Rekordhoch erreicht Deutschland!

Nach einer kurzen wechselhaften winterlichen Phase heute und morgen, kommt ab Montag wieder extrem hoher Luftdruck nach Europa und Deutschland. Teilweise über 1050 Hektopascal. Was bedeutet das?

Johannes Habermehl Johannes Habermehl 18 Jan 2020 - 12:05 UTC
Hoher Luftdruck
Ab Montag setzt sich extrem hoher Luftdruck durch. Stellenweise gibt es Hochnebel oder Bodennebel.

Der Januar 2020 ist nun 5,3 Grad wärmer verglichen mit dem langjährigen Mittelwert. Im Schnitt ist der Monat 4 bis 6 Grad zu warm. Am höchsten ist die Abweichung im Nordosten wie etwa in Berlin oder Rostock mit einer Abweichung von 6 Grad über dem langjährigen Mittelwert. Das ist extrem. Und nun kommt das nächste extreme Ereignis. Nicht etwa ein fetter Wintereinbruch, nein, wir bekommen ein neues Megahoch. Und das kann sich sehen lassen.

Das Zentrum der Hochs legt sich ab Montag direkt über Deutschland und lässt den Bodendruck auf rund 1050 Hektopascal in de Spitze steigen. Das ist für unsere Breiten wirklich extrem hoch. Normalerweise liegt der Luftdruck im Schnitt bei 1013 Hektopascal. Der bisher höchste je in Deutschland gemessene Luftdruck liegt bei 1060,8 Hektopascal. Das war im Januar 1907 (!) in Greifswald. Das kommen wir Montag ziemlich nah ran.

Was bedeutet das Megahoch?

Der hohe Luftdruck legt im Grunde das Wettergeschehen lahm. Es passiert rein gar nichts mehr, außer das sich Nebel oder Dunst bilden kann. Nachts gibt es bei Aufklaren mal etwas Frost. Wieso wird es nicht eisig kalt? Das Hoch liegt leider etwas zu weit westlich und führt daher eher milde Luftmassen zu uns nach Deutschland und keine eisige Luft aus Osten. Selbst in 1500 m steigen die Werte im Verlauf der Woche wieder auf bis zu 5 Grad über Null. Also auch da wieder Tauwetter.

Das bedeutet auch, das erstmal ab Montag nichts mehr vom Himmel fällt. Die Trockenheit verstärkt sich schon wieder. Das kennen wir ja schon. Im gesamten Januar sind bis Heuete erst 30 Prozent der normalen Niederschläge gefallen. Dabei haben wir schon über die Hälfte des Monats rum. Und nun sind auch in den kommenden 7 bis 10 Tagen kaum nennenswerte Niederschläge in Sicht.

Nach Schneeflocken am Wochenende, kein Schnee mehr in Sicht!

Heute und morgen fällt besonders im Süden des Landes noch etwas Schnee vom Himmel.Da mischt noch ein kleines Tief mit. Das war es dann aber erstmal mit Niederschlägen. Dank des gewaltigen Hochs geht es dann in der nächsten Woche trocken weiter. Echtes Winterwetter mit einer Schneedecke ist also nicht in Sicht und das nach aktuellem Stand mindestens bis Monatsende.

Das sind in der Tat schlechte Karten für den Winter in Deutschland und besonders für die deutschen Mittelgebirge. Kein Schnee und kaum Wintersport im Januar. Aber in den Nächsten liegen die Werte auch in den Niederungen um oder knapp unter 0 Grad. Es kann dann durchaus bei Nebelnässe auch mal glatt sein, also aufpassen!

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