Pegelstand weiter auf Rekordtief im Rheinland - Meteorologe: "Kaltfront beendet die extreme Septemberwärme"
Das Wasser im Rhein erreicht erneut historische Tiefststände. In Köln sank der Pegel auf nur noch 40 Zentimeter. Eine Kaltfront beendet zwar die aktuelle außergewöhnlichen Wärme für Ende September, doch bringt sie auch den so dringend benötigten Regen?

Wer in Rheinnähe wohnt, der sieht jeden Tag wie wenig Wasser derzeit im Fluss vorhanden nicht. Nach dem Rekord-Niedrigwasser von Mitte August ist der Pegel in Köln jetzt nochmal vier Zentimeter niedriger und lag am Montag bei nur noch 40 Zentimetern.
Laut Behörden könnte der Pegelstand im Laufe der Woche auf nur noch 36 Zentimeter sinken. Damit würde der bisherige Tiefststand von 69 Zentimetern aus dem Jahr 2018 abermals deutlich unterschritten. Die geringe Wassermenge wird für die Schifffahrt zunehmend zum Problem. Frachtschiffe können, wenn überhaupt, nur noch mit geringer Ladung fahren.
Rekordwärme für Ende September
Nach dem Ende der Rekordhitze in diesem Sommer war es ruhig geworden um den Rhein. Der Wasserstand erholte sich allerdings nur vorübergehend auf weiter sehr niedrigem Niveau. Mit dem Ende der Hitze ist die große Trockenheit und Dürre allerdings noch lange nicht beendet. Was fehlt ist flächendeckender und ergiebiger Regen im Rheineinzugsgebiet, dieser ist aber seit März weitgehend ausgeblieben. Aufgrund des schneearmen Winters in den Schweizer Alpen gab es zudem nur wenig Schmelzwasser.
Pegelstand des Rheins sinkt bei Köln auf 40 Zentimeter.https://t.co/NoFyIeyZXt pic.twitter.com/X5pqhedMDl
— Hasepost Zeitung für Osnabrück (@hasepost) September 28, 2026
Für eine nachhaltige Verbesserung der Lage wären länger anhaltende und großflächige Niederschläge im Rheineinzugsgebiet nötig. Zwar bringt eine Kaltfront am Donnerstag regional kräftigen Regen und beendet damit die ungewöhnliche Septemberwärme, anschließend zeichnet sich jedoch bereits wieder ein neues Hochdruckgebiet ab.
Für das Rheinland stehen bis einschließlich Mittwoch nochmal extrem warme Tage und Nächte für Ende September an. Dabei sind auch neue Rekorde für die letzte Septemberdekade (21.-30.09.) möglich. So werden die folgenden Nächte ungewöhnlich lau und in den größeren Städten am Rhein scheint sogar eine Tropennacht (Tiefsttemperatur nicht unter 20 Grad) möglich! Das wäre ein Novum für so spät im Jahr. Tagsüber sind nochmal Werte bis 30 Grad möglich und liegen damit in Reichweite eines offiziellen Hitzetages (>= 30°C).
Die kommenden beiden Nächte werden im Westen nochmal sehr lau bzw. warm. Am Nordrand der Berge (Eifel, Sauerland), in ein paar Innenstädten und auf einigen Hügeln kommen wir einer Tropennacht nochmal sehr nahe, und dies Ende September. /LDhttps://t.co/SDqwUmieeV
— Kachelmannwetter (@Kachelmannwettr) September 29, 2026
Der Dienstag geht im Rheinland insgesamt freundlich zu Ende, wenn auch einige hohe Wolken mal etwas dichter sein können. Dazu ist es außergewöhnlich warm für Ende September mit 25 bis 29 Grad. Die Nacht zum Mittwoch wird bei einigen Schleierwolken trocken und sehr lau werden. Die Tiefstwerte liegen zwischen 14 Grad in einigen Tallagen des Berglandes und 19 Grad am Rhein, in den größeren Städten ist sogar eine Tropennacht möglich!
Kaltfront bringt Regen, Wochenende wieder trocken
Am Mittwoch ist es lange Zeit heiter und bis auf einige Cirrenfelder sonnig, erst gegen Abend nimmt die Bewölkung aus Westen zu. Dazu wird es erneut (und vielleicht jetzt aber wirklich zum letzten Mal in diesem Jahr) hochsommerlich warm bei Höchstwerten von 25 bis 30 Grad. In der Nacht zum Donnerstag wird es im Rheinland in Zusammenhang der aufziehenden Kaltfront meist stark bewölkt mit ersten Regenfällen. Nochmals sehr mild bei Tiefstwerten von 18 bis 14 Grad.
Der Donnerstag bringt dann endlich den ersehnten Regen. Dazu ist meist bedeckt und zeitweise fällt auch mal längeranhaltender und ergiebigerer Regen. Mengen von 10 bis 20 Liter (pro qm), örtlich auch mehr, sind dabei durchaus möglich. Ab Freitag ist der so dringend benötigte Regen aber schon wieder Geschichte, denn es baut sich schon wieder ein Hochdruckgebiet auf. Dabei bleibt es wohl bis weit in die nächste Woche rein überwiegend trocken und mit Temperaturen um 20 Grad noch mäßig warm. Für den Rhein bedeutet dies leider nur eine vorübergehend leichte und kurze Entspannung aufgrund der Kaltfront vom Donnerstag.